Anhang der Konzernrechnung
Erläuterungen
1. Segmentinformationen
Im Berichtsjahr lag der Nettoumsatz der verbleibenden Bereiche Chemie und Verpackung aufgrund von rückläufigen Materialkosten um 10.6 % bzw. währungsbereinigt um 8.5 % unter dem Vorjahr. Umsatz und Ergebnisse des ausgegliederten Bereichs Papier sind bis zur Ausgliederung per 25. Juni 2024 enthalten.
Der EBIT des ausgegliederten Bereichs Papier war im Berichtsjahr belastet von einem nicht liquiditätswirksamen Aufwand aus der Ausgliederung von CHF 22.3 Mio. Siehe dazu auch Erläuterung 34.
2. Nettoumsatz nach Regionen
3. Andere betriebliche Erträge
Die anderen betrieblichen Erträge von CHF 15.9 Mio. (Vorjahr CHF 13.4 Mio.) enthalten Erträge aus dem Verkauf von Energie, Wertstoffen und CO2-Emissionszertifikaten, Mieterträge, aktivierte Eigenleistungen sowie verschiedene andere Betriebserträge hauptsächlich des ausgegliederten Bereichs Papier.
4. Personalaufwand
Im Berichtsjahr erhöhte sich der Personalaufwand der verbleibenden Bereiche Chemie und Verpackung um CHF 1.4 Mio. oder 2.1 %. Dies ist insbesondere auf den Kauf von Sorbchem India zurückzuführen. Siehe dazu auch Erläuterung 33.
5. Andere betriebliche Aufwendungen
Die anderen betrieblichen Aufwendungen von CHF 27.6 Mio. (Vorjahr CHF 33.2 Mio.) enthalten Verkaufs- und Verwaltungskosten sowie verschiedene andere Betriebsaufwendungen.
6. Finanzergebnis
7. Betriebsfremdes Ergebnis
Das betriebsfremde Ergebnis beinhaltet Aufwendungen und Erträge aus dem Verkauf und der Vermietung von ehemaligen Produktionsstandorten in Uetikon am See/Schweiz und Full-Reuenthal/Schweiz sowie von Grundstücken in Buchrain/Schweiz. Im Vorjahr stammte der betriebsfremde Ertrag primär aus dem Verkauf von Industrieland am ehemaligen Produktionsstandort in Full-Reuenthal/Schweiz. Die betriebsfremden Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr unter anderem die Erhöhung von Umweltrückstellungen (siehe auch Erläuterung 20, Rückstellungen).
8. Ertragssteuern
Für das Berichtsjahr betrug der erwartete Ertragssteuersatz der CPH Group AG 32.8 % (Vorjahr 15.4 %). Dieser entspricht dem gewichteten Durchschnittssteuersatz, der sich aus dem Ergebnis vor Steuern sowie dem Steuersatz des Berichtsjahres jeder einzelnen Gruppengesellschaft ergibt. Die Veränderung des erwarteten Ertragssteuersatzes ist das Resultat der Ergebnissituation und von veränderten Steuersätzen bei den verschiedenen Gruppengesellschaften. Der erwartete Ertragssteuersatz der CPH Group AG ohne den ausgegliederten Bereich Papier lag im Berichtsjahr bei 17.8 % (Vorjahr 17.4 %).
Der Unterschied zwischen dem erwarteten Ertragssteueraufwand und dem in der Erfolgsrechnung ausgewiesenen effektiven Ertragssteueraufwand ist im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr hauptsächlich auf die Einflüsse nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge zurückzuführen (siehe auch Erläuterung 15, Finanzanlagen).
Für die Berechnung der latenten Ertragssteuern wurden bei den einzelnen Gesellschaften die voraussichtlich zur Anwendung kommenden lokalen Steuersätze von durchschnittlich 14.7 % verwendet (Vorjahr 13.0 %).
Der Wert der nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge hat sich im Berichtsjahr hauptsächlich aufgrund der Ausgliederung des Bereichs Papier von CHF 7.4 Mio. auf CHF 1.5 Mio. reduziert. Davon verfallen CHF 0.0 Mio. innerhalb eines Jahres (Vorjahr CHF 0.2 Mio.), CHF 0.8 Mio. innert zwei bis sieben Jahren (Vorjahr CHF 6.5 Mio.), während CHF 0.7 Mio. zeitlich unbegrenzt nutzbar sind (Vorjahr CHF 0.6 Mio.).
9. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wurde aus dem Nettoergebnis unter Abzug des Ergebnisanteils der Minderheitsaktionäre – basierend auf der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien – ermittelt (ohne eigene Aktien, siehe auch Erläuterung 23, Eigene Aktien). Im Berichtsjahr betrug diese Anzahl Aktien 5 997 394 (Vorjahr 5 998 512). Basierend auf einem den Aktionären der Gesellschaft zustehenden Nettoergebnis von CHF 4.6 Mio. (Vorjahr CHF 45.0 Mio.) ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von CHF 0.78 (Vorjahr CHF 13.15). Da die Gesellschaft weder Aktienoptionen noch Wandelobligationen ausgegeben hat, ergibt sich keine Verwässerung beim Ergebnis je Aktie.
10. Flüssige Mittel
Im Berichtsjahr reduzierten sich die Flüssigen Mittel hauptsächlich infolge der Ausgliederung des Bereichs Papier um CHF 76.0 Mio. auf CHF 31.6 Mio.
11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Im Berichtsjahr reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich infolge der Ausgliederung des Bereichs Papier um brutto CHF 24.0 Mio. Bei den Wertberichtigungen für gefährdete Forderungen ergab sich ebenso eine Reduktion um CHF 1.2 Mio.
12. Sonstige Forderungen
Die Position «Sonstige Forderungen» enthält unter anderem den kurzfristigen Anteil einer Restforderung gegenüber dem Kanton Zürich für den Verkauf des ehemaligen Produktionsstandortes in Uetikon am See/Schweiz, welche dem Kanton Zürich als Sicherheit für den durch die CPH Group AG zu tragenden Kostenanteil der dortigen Seegrundsanierung dient. Diese Restforderung reduziert sich um die Ausgaben für die Seegrundsanierung, welche durch die CPH Group AG zulasten der gebildeten Rückstellungen zu tragen sind und durch den Kanton Zürich bezahlt werden (siehe auch Erläuterungen 15, Finanzanlagen, und 20, Rückstellungen).
Im Berichtsjahr reduzierten sich die sonstigen Forderungen gegenüber dem Vorjahr auch aufgrund der Ausgliederung des Bereichs Papier um CHF 9.6 Mio.
13. Vorräte
Im Berichtsjahr sind die Vorräte hauptsächlich infolge der Ausgliederung des Bereichs Papier um CHF 27.2 Mio. tiefer als im Vorjahr.
14. Sachanlagen
Im Bereich Chemie wurde in verschiedene Ausbauprojekte an den Standorten Rüti ZH/Schweiz, Louisville/USA sowie Lianyungang/China investiert. Der Bereich Verpackung investierte primär in Kapazitäts- und Effizienzsteigerungen der Produktion in Perlen/Schweiz, Müllheim/Deutschland und Suzhou/China, während der Bereich Papier bis zur Ausgliederung in den Erhalt sowie die Verbesserung der Anlageneffizienz investierte.
Im Bilanzwert der Sachanlagen enthalten sind ausschliesslich zu Renditezwecken gehaltene Anlagen von CHF 0.6 Mio. (Vorjahr CHF 8.0 Mio.) sowie Landnutzungsrechte von CHF 1.8 Mio. (Vorjahr CHF 1.7 Mio.).
15. Finanzanlagen
Die Position «Minderheitsbeteiligungen an Unternehmen» enthielt bis zur Ausgliederung des Papiergeschäfts per 25. Juni 2024 einen Anteil von 10 % an der Renergia Zentralschweiz AG, Root/Schweiz. Diese betreibt auf von der CPH Group AG gekauftem Land eine Kehrichtverbrennungsanlage und liefert dem Bereich Papier rund 60 % des Dampfbedarfs in Form von CO2-befreitem Niederdruckdampf.
Die Position «Latente Ertragssteuern» berücksichtigt die Steuereffekte von Bewertungsdifferenzen zwischen den konsolidierten Bilanzwerten und den steuerrechtlich massgebenden Werten. Diese sind bis zur Ausgliederung des Papiergeschäfts per 25. Juni 2024 hauptsächlich durch gruppeninterne Immobilientransaktionen entstanden, womit bestehende steuerliche Verlustvorträge genutzt werden konnten.
Die Position «Nicht verzinsliche Forderungen» enthält den langfristigen Anteil einer Restforderung gegenüber dem Kanton Zürich für den Verkauf des ehemaligen Produktionsstandortes in Uetikon am See/Schweiz, welche dem Kanton Zürich als Sicherheit für den durch die CPH Group AG zu tragenden Kostenanteil der dortigen Seegrundsanierung dient. Diese Restforderung reduziert sich um die Ausgaben für die Seegrundsanierung, welche durch die CPH Group AG zulasten der gebildeten Rückstellungen zu tragen sind und durch den Kanton Zürich bezahlt werden (siehe auch Erläuterungen 12, Sonstige Forderungen, und 20, Rückstellungen).
16. Immaterielle Anlagen
In den Zugängen sind primär Investitionen in betrieblich genutzte Softwaresysteme enthalten.
Die sonstigen immateriellen Anlagen enthielten Ende Vorjahr 98 000 zum Verkauf bestimmte CO2-Emissionszertifikate des ausgegliederten Papiergeschäfts. Die CO2-Emissionszertifikate sind zu den Anschaffungskosten von null bilanziert. Verkaufserträge sind in den anderen betrieblichen Erträgen enthalten.
Der aus Unternehmenszusammenschlüssen entstandene Goodwill wird direkt mit den Gewinnreserven im Eigenkapital verrechnet (siehe auch Erläuterung 24, Gewinnreserven).
17. Finanzverbindlichkeiten
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten Bankdarlehen in CHF und CNY mit Zinssätzen zwischen 1.5 % und 3.4 %. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten Bankdarlehen in INR mit einem Zinssatz von 9.8 %.
18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Im Berichtsjahr reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich infolge der Ausgliederung des Bereichs Papier um CHF 36.9 Mio.
19. Sonstige Verbindlichkeiten
Im Berichtsjahr reduzierten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um CHF 5.3 Mio. (siehe auch Erläuterung 25, Personalvorsorge).
20. Rückstellungen
Umweltrückstellungen beziehen sich auf notwendige Umweltschutzmassnahmen an ehemaligen Produktionsstandorten der Zeochem. Dazu gehören die Sanierung des Seegrunds in Uetikon am See/Schweiz, der ehemalige Produktionsstandort in Full-Reuenthal/Schweiz sowie Verpflichtungen aus verschiedenen Deponien. Die Seegrundsanierung wurde im Geschäftsjahr 2022 begonnen und dürfte in drei bis fünf Jahren abgeschlossen sein. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Baudirektion des Kantons Zürich, welche die Projektleitung innehat, während die CPH Group AG in der Steuergruppe vertreten ist. Die Kosten sind zu 80 % durch die CPH Group AG und zu 20 % durch den Kanton Zürich zu tragen. Die Finanzierung dieser Arbeiten erfolgt aus dem im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Verkauf des Produktionsstandortes an den Kanton Zürich. Die anfallenden Kosten sind nicht liquiditätswirksam und reduzieren einerseits die Rückstellungen und anderseits die Restforderung gegenüber dem Kanton Zürich (siehe auch Erläuterungen 12, Sonstige Forderungen, und 15, Finanzanlagen).
Die Rückstellungen für Grossreparaturen standen im Zusammenhang mit der aufgrund der Konzessionsauflagen des Kantons Luzerns verpflichtenden Wehrsanierung in Perlen/Schweiz.
Für die Rückstellungen für latente Ertragssteuern wird auf Erläuterung 8, Ertragssteuern verwiesen. Die Sonstigen Rückstellungen decken unter anderem Ansprüche für Kundenreklamationen.
Die Höhe der Rückstellungen wurde zum Bilanzstichtag überprüft und gemäss den neuesten Einschätzungen angepasst. Dabei hatten im Vorjahr neue Erkenntnisse zum Umfang und zu den Kosten der notwendigen Massnahmen unter Berücksichtigung der behördlichen Anforderungen, des Fortschritts der Arbeiten und der Baukostenteuerung eine Erhöhung der Rückstellungen notwendig gemacht (siehe auch Erläuterung 7, Betriebsfremdes Ergebnis).
21. Passive Rechnungsabgrenzungen
22. Aktienkapital
Das Aktienkapital von CHF 0.9 Mio. besteht aus 6 000 000 Namenaktien à nominal CHF 0.15. Dieses wurde mit der Ausgliederung des Papiergeschäfts per 25. Juni 2024 von CHF 1.2 Mio. um CHF 0.3 Mio. herabgesetzt (von CHF 0.20 um CHF 0.05 je Namenaktie).
23. Eigene Aktien
Im Berichtsjahr wurden 7 390 eigene Aktien (Vorjahr 6 863) zu einem durchschnittlichen Transaktionswert von CHF 67.88 (Vorjahr CHF 85.54) erworben. Im Berichtsjahr wurden 129 eigene Aktien (Vorjahr 0) zu einem durchschnittlichen Transaktionswert von CHF 83.40 veräussert. Im Berichtsjahr sind im Rahmen der aktienbasierten Vergütungen 5 891 (Vorjahr 2 033) mit einer Sperrfrist von drei Jahren verbindlich zugeteilt worden (ohne weitere Leistungs-, Erfolgs- oder andere Erdienungsbedingungen). Der im Personalaufwand erfasste Aufwand beläuft sich unter Anwendung eines Kurswertes bei Zuteilung von CHF 84.73 pro Aktie (Vorjahr CHF 88.54) auf CHF 0.5 Mio. (Vorjahr CHF 0.2 Mio.).
24. Gewinnreserven
Die nicht ausschüttbaren Gewinnreserven der CPH Group AG betrugen Ende Jahr CHF 9.9 Mio. (Vorjahr CHF 17.2 Mio.).
Ein durch Unternehmenszusammenschlüsse entstandener Goodwill wird zum Zeitpunkt des Erwerbs mit den Gewinnreserven im Eigenkapital verrechnet. Eine theoretische Aktivierung des Goodwills hätte unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren folgende Auswirkungen auf die Konzernrechnung:
25. Personalvorsorge
Die CPH Group AG verfügt über verschiedene Vorsorgeeinrichtungen und -pläne, die sich nach den örtlichen Verhältnissen in den entsprechenden Ländern richten. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Über- und Unterdeckungen bzw. den dem Arbeitgeber zuzuordnenden wirtschaftlichen Anteil:
Unter der Position «Vorsorgepläne mit Überdeckung» ist die Vorsorgeeinrichtung der CPH-Gruppe, Root/Schweiz, abgebildet, welcher auch die aus der ehemaligen Chemischen Fabrik Uetikon hervorgegangenen Unternehmensgruppen Perlen Industrieholding AG und UBV Holding AG angeschlossen sind. Dabei handelt es sich um eine rechtlich selbstständige Stiftung, in deren Stiftungsrat Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch vertreten sind. Die Vorsorgeeinrichtung der CPH Group AG führt die berufliche Vorsorge für die Schweizer Gesellschaften in eigener Verantwortung im Beitragsprimat durch. Die Leistungen werden auf der Grundlage der vorhandenen Altersguthaben festgesetzt. Sie hängen somit von den bezahlten Beiträgen, den eingebrachten Freizügigkeitsleistungen und den Einkäufen ab, jeweils inklusive Verzinsung. Die Finanzierung erfolgt durch reglementarisch festgelegte Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. Die Ermittlung einer allfälligen Über- oder Unterdeckung erfolgt aufgrund der nach Swiss GAAP FER 26 erstellten Jahresrechnung der Vorsorgeeinrichtung nach Abzug der Wertschwankungsreserven. Zum Ende des Berichtsjahres ergibt sich eine Überdeckung von CHF 10.3 Mio. (Vorjahr CHF 3.5 Mio.). Diese Überdeckung steht vollumfänglich den Destinatären der Vorsorgeeinrichtung zu, weshalb kein wirtschaftlicher Anteil aktiviert wird.
Als «Patronaler Fonds» ist die Stiftung Hilfsfonds der CPH-Gruppe, Buchrain/Schweiz, ausgestaltet. Der Hilfsfonds ist eine patronale Stiftung für alle in der Schweiz beschäftigten Mitarbeitenden. Dieser angeschlossen sind auch die aus der ehemaligen Chemischen Fabrik Uetikon hervorgegangenen Unternehmensgruppen Perlen Industrieholding AG und UBV Holding AG, wobei die Stiftung die Über- bzw. Unterdeckung für jede dieser Unternehmensgruppen separat ausweist. Die Stiftung erbringt Leistungen im Sinne der Personalvorsorge und bei Notlagen an Mitarbeitende und an deren Angehörige. Zudem kann sie die Finanzierung der Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorgeeinrichtungen der Gruppengesellschaften in der Schweiz übernehmen. Die Ermittlung einer allfälligen Über- oder Unterdeckung erfolgt aufgrund der nach Swiss GAAP FER 26 erstellten Jahresrechnung des Hilfsfonds nach Abzug der Wertschwankungsreserven. Zum Ende des Berichtsjahres ergibt sich eine der CPH Group AG zuordenbare Überdeckung von CHF 6.0 Mio. (Vorjahr CHF 13.8 Mio.). Diese Überdeckung steht vollumfänglich dem Arbeitgeber zu. Deshalb wird der entsprechende Betrag als wirtschaftlicher Anteil unter den Finanzanlagen aktiviert. Die Veränderung zum Vorjahr ist hauptsächlich auf die Ausgliederung des Papiergeschäfts per 25. Juni 2024 zurückzuführen.
Unter der Position «Vorsorgepläne mit Unterdeckung» war im Vorjahr ein seit Ende 2015 eingefrorener leistungsorientierter Vorsorgeplan in den USA enthalten. Dieser Vorsorgeplan wurde im Geschäftsjahr 2024 liquidiert. Der Liquidationsgewinn von CHF 1.1 Mio. führte zu einer entsprechenden Minderung des Aufwands für Personalvorsorge.
Unter den «Vorsorgeplänen ohne Über-/Unterdeckung» sind ein beitragsorientierter Sparplan in den USA (401k) sowie weitere unwesentliche Vorsorgepläne in anderen Ländern abgebildet. Bei diesen Plänen gibt es keine Über- oder Unterdeckungen. Entsprechend sind keine wirtschaftlichen Anteile in der Bilanz aktiviert oder passiviert.
Die CPH Group AG hatte in früheren Jahren Arbeitgeber-Beitragsreserven geäufnet, die sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt hatten:
26. Verpfändete Aktiven
27. Derivative Finanzinstrumente
1 nicht bilanziert
Die offenen Devisenabsicherungsgeschäfte sichern zukünftige Cash Flows primär in EUR und in USD ab. Es bestehen weder zur Absicherung von Bilanzpositionen noch zu Handelszwecken gehaltene bilanzierte derivative Finanzinstrumente.
28. Nicht bilanzierte operative Leasingverpflichtungen
Die nicht bilanzierten operativen Leasingverpflichtungen umfassen insbesondere Raummieten und Fahrzeuge.
29. Bürgschaften und Garantieverpflichtungen
Per Ende Berichtsjahr wie auch per Ende Vorjahr bestanden keine nicht bilanzierten Bürgschaften und Garantieverpflichtungen gegenüber Dritten.
30. Einkaufsverpflichtungen
Per Ende Berichtsjahr bestanden keine nicht innerhalb von einem Jahr kündbare, nicht bilanzierte Einkaufsverpflichtungen für den Erwerb von Anlagen, Material und Energie (Vorjahr CHF 131 Mio.).
31. Transaktionen mit nahestehenden Personen
Mit Unternehmen, welche der CPH Group AG sowie deren Verwaltungsräten nahestehen, erfolgten folgende Transaktionen für erbrachte Dienstleistungen:
Das Total der Transaktionen mit nahestehenden Personen ist im Berichtsjahr höher ausgefallen aufgrund von einmaligen Kosten zur Vorbereitung und Umsetzung der Ausgliederung des Bereichs Papier.
Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Darlehen oder Kredite an nahestehende Personen gewährt.
32. Erwerb von Minderheitsanteilen
Am 18. September 2023 erwarb die CPH Group AG die restlichen 8 % der Anteile der Jiangsu Zeochem Technology Co. Ltd., Lianyungang, China, und hält nun 100 % der Anteile. Der Kaufpreis betrug CHF 2.4 Mio. Davon wurden CHF 1.4 Mio. im Eigenkapital bei den Minderheiten ausgebucht und die Differenz von CHF 1.0 Mio. als Goodwill mit den Gewinnreserven verrechnet.
33. Kauf von Tochtergesellschaft
Am 29. April 2024 erwarb die Zeochem AG 100 % der Anteile an der Sorbchem India Private Limited, einem Unternehmen mit Sitz in Vadodara, Indien, in welchem die Aktivitäten der bisherigen Sorbead India und Swambe Chemicals gebündelt wurden. Sorbchem India handelt mit Molekularsieben und Verpackungsmaterialien und produziert Chromatographie Gele für den Einsatz in der Verpackungs- und Pharmabranche.
Die folgende Tabelle zeigt den Marktwert der erworbenen Aktiven und Passiven zum Erwerbszeitpunkt:
Die Differenz von CHF 19.9 Mio. zwischen den gekauften Nettoaktiven von CHF 13.3 Mio. und den Anschaffungskosten von CHF 33.2 Mio. wurde als Goodwill mit dem Eigenkapital verrechnet. Nach Abzug von mitübernommenen Flüssigen Mitteln von CHF 0.2 Mio. und einer noch nicht bezahlten Kaufpreisverbindlichkeit von CHF 0.2 Mio. ergab sich ein Geldfluss aus dem Kauf von Tochtergesellschaften von netto CHF 32.8 Mio. In die vorliegende Erfolgsrechnung ist ein Nettoumsatz aus akquirierten Tochtergesellschaften von CHF 6.2 Mio. eingeflossen. Der Nettoumsatz bis zum Erwerbszeitpunkt betrug in der Berichtsperiode CHF 3.5 Mio.
34. Ausgliederung des Papiergeschäfts
Die Gesellschaft beschloss anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Juni 2024 die Schaffung von zwei unabhängigen Unternehmen mit der CPH Group AG (vormals CPH Chemie + Papier Holding AG) und der Perlen Industrieholding AG. Die Aufteilung erfolgte durch die Ausschüttung des Papiergeschäfts mittels Kapitalherabsetzung/Sachdividende, indem am 25. Juni 2024 jedem bisherigen Aktionär der CPH Group AG je CPH-Namenaktie eine Namenaktie der Perlen Industrieholding AG zugeteilt wurde.
Mit der Ausgliederung verliessen nachfolgende Unternehmen den Konsolidierungskreis der CPH Group AG:
- Perlen Papier AG, Root, Schweiz
- APS Altpapier Service Schweiz AG, Root, Schweiz
- Perlen Deutschland GmbH, München, Deutschland
- Perlen Immobilien AG (vormals CPH Immobilien AG), Root, Schweiz
- Perlen Papier Immobilien AG, Root, Schweiz
- Hotel & Gasthaus Die Perle AG, Root, Schweiz
Umsatz und Ergebnisse des ausgegliederten Bereichs bis zur Ausgliederung per 25. Juni 2024 sind in Erläuterung 1, Segmentinformationen, ersichtlich.
Die folgende Tabelle zeigt den Buchwert der ausgegliederten Aktiven und Passiven:
Zwischen den ausgebuchten Nettoaktiven von CHF 211.9 Mio. plus den aus dem Eigenkapital rezyklierten Goodwill und kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen von CHF 20.9 Mio. sowie dem Nettomarktwert der Kapitalherabsetzung/Sachdividende von CHF 210.5 Mio. ergab sich eine Differenz von CHF 22.3 Mio. Diese wurde als nicht liquiditätswirksames Ergebnis aus der Ausgliederung der Erfolgsrechnung belastet.
35. Umrechnungskurse
36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Dezember 2024 gab die CPH Group AG die Akquisition von LOG Pharma mit Produktionsstandorten in Israel und Ungarn im Rahmen der internationalen Expansionsstrategie bekannt. Das Closing erfolgte am 5. Februar 2025. Darüber hinaus gibt es keine bilanzierungs- oder offenlegungspflichtige Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem 18. Februar 2025, dem Datum der Genehmigung und Freigabe zur Veröffentlichung der vorliegenden Konzernrechnung durch den Verwaltungsrat. Die Konzernrechnung unterliegt zudem der Genehmigung durch die Generalversammlung der Aktionäre, welche für den 18. März 2025 terminiert ist.