Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsbericht

Die CPH Group AG richtet ihre Geschäftstätigkeit nach wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltigen Kriterien aus. Dabei wird insbesondere Wert gelegt auf einen strategischen Ansatz und eine transparente Berichterstattung.

Nationalitäten der Mitarbeitenden
44
(Vorjahr 46)
Mitarbeitende an Standorten ausserhalb der Schweiz in %
73
(Vorjahr 70)
Frauenanteil in %
25
(Vorjahr 23)

1. Allgemeine Angaben

Grundlagen für die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts

Die CPH Group AG ist bestrebt, ihre Geschäftstätigkeit in ethischer, rechtlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht verantwortungsvoll auszuüben. Entsprechend ist Nachhaltigkeit zentraler Bestandteil ihrer über 200-jährigen Erfolgsgeschichte und zugleich Voraussetzung für die kontinuierliche langfristige Wertschöpfung des Unternehmens. Um dieses Bestreben auch institutionell zu verankern, hat die CPH Group AG die langfristige und nachhaltige Wertschöpfung durch die Aktionärinnen und Aktionäre in die Statuten aufnehmen lassen.

Nach der erfolgreichen Ausgliederung des Geschäftsbereichs Papier und der Immobilien in Perlen in die Perlen Industrieholding AG haben Verwaltungsrat und Gruppenleitung der CPH Group AG ihre Nachhaltigkeitsstrategie überarbeitet und aktualisiert:

  • Für alle wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen wurden dabei Ambitionen für die beiden Geschäftsbereiche Chemie (Zeochem) und Verpackung (Perlen Packaging) entwickelt.
  • Diese Ambitionen bilden die übergeordnete Grundlage für alle daraus resultierenden Ziele für die CPH Group AG und für jeden der beiden Bereiche.
  • Zur Erreichung der Ziele wurden konkrete Massnahmen formuliert, welche entweder auf Gruppenebene, auf Ebene von Zeochem und Perlen Packaging oder auch auf Standortebene umgesetzt werden können.
  • Die entsprechenden Fortschritte werden regelmässig mit quantitativen und/oder qualitativen Kennzahlen gemessen.

Bei der Bewertung der wesentlichen Themen und der Ausarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie ist neben der eigenen Geschäftstätigkeit auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette berücksichtigt worden. Im Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit ist eine differenzierte Perspektive pro Geschäftsbereich von Nutzen, um die Wechselwirkungen der unterschiedlichen Wertschöpfungsketten mit der Umwelt adäquat zu verstehen. Bei den sozialen und Governance-Themen hingegen sind sich Zeochem und Perlen Packaging durchweg ähnlich.

Im Zuge dieser Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie hat die CPH Group AG entschieden, die Ausgestaltung der ESG-Berichterstattung und der Kennzahlen erstmals an die europäischen Nachhaltigkeitsstandards ESRS (European Sustainability Reporting Standards) anzulehnen. Diese legen fest, welche Informationen ein Unternehmen über seine wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen offenlegen muss. Dabei sind im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht noch nicht alle Daten und Informationen vollständig in Übereinstimmung mit den ESRS-Anforderungen verfügbar und entsprechend ist dieser Nachhaltigkeitsbericht als Ganzes noch nicht ESRS-konform.

Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht entspricht darüber hinaus den aktuellen Schweizer Anforderungen gemäss Art. 964a bis 964c OR sowie der dazugehörigen Verordnung über die Berichterstattung über die Klimabelange. Insbesondere erfüllt die CPH Group AG die Pflicht zur Berichterstattung über Umweltbelange nach Art. 964b Abs. 3 mittels der erstmaligen Anwendung des europäischen Nachhaltigkeitsstandards ESRS E1 Klimawandel (vergleiche dazu Kapitel 2 dieses Nachhaltigkeitsberichts).

Dieser Nachhaltigkeitsbericht wurde auf konsolidierter Basis für die gesamte CPH Group AG unter Anwendung des gleichen Konsolidierungskreises wie bei der Finanzberichterstattung erstellt. Dabei wurde in der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf den Einbezug des ausgegliederten Geschäftsbereichs Papier für das erste Halbjahr 2024 und für das gesamte Vorjahr verzichtet, da mit diesem Vorgehen die Aussagekraft der Nachhaltigkeitsberichterstattung zukunftsorientiert und vergleichbarer ist. Entsprechend werden folgende Unternehmen abgedeckt:

  • Gruppe: CPH Group AG, Root, Schweiz
  • Bereich Chemie: Zeochem AG, Rüti ZH, Schweiz; Zeochem L.L.C., Louisville, USA; Zeochem d.o.o., Zvornik, Bosnien-Herzegowina; Jiangsu Zeochem Technology Co. Ltd., Lianyungang, China; Zeochem Pte. Ltd., Singapur, Singapur; Sorbchem India Pvt. Ltd., Vadodara, Indien
  • Bereich Verpackung: Perlen Packaging AG, Root, Schweiz; Perlen Packaging L.L.C., Whippany, USA; Perlen Packaging GmbH, Müllheim, Deutschland; Perlen Packaging (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou, China; Perlen Packaging Anápolis Indústria e Comércio Ltda., Anápolis, Brasilien

Die Treibhausgasemissionen (THG) Scope 1–3 Leistungsindikatoren 2024 wurden durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft. Der entsprechende Prüfbericht befindet sich hier.

Governance in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte

Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Oberstes verantwortliches Organ für die Nachhaltigkeit und somit auch für den Inhalt dieses Nachhaltigkeitsberichts ist der Verwaltungsrat, welcher den vorliegenden Bericht für das Berichtsjahr 2024 am 18. Februar 2025 verabschiedet hat und zur Genehmigung durch die Aktionäre anlässlich der ordentlichen Generalversammlung vom 18. März 2025 beantragt.

Seit Ende 2023 ist der ständige Verwaltungsratsausschuss «Finanzen und Revision» auch für die Beratung des Verwaltungsrats in Angelegenheiten der Nachhaltigkeit und der Klimastrategie zuständig. Entsprechend erfolgte eine Umbenennung in «Finanzen, Revision und Nachhaltigkeit». Weitere Details zur Zusammensetzung und der Rolle des Verwaltungsrates sind im separaten Corporate-Governance-Bericht dargestellt.

Um eine angemessene Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsaspekte zu gewährleisten, hat die CPH Group AG 2024 eine Governance-Struktur mit den entsprechenden Zuständigkeiten, Informationsflüssen und Berichtspflichten für Nachhaltigkeitsthemen etabliert:

  • Die übergeordnete Gesamtverantwortung für die ESG-Strategie und die Nachhaltigkeitsthemen liegt beim Verwaltungsrat, welcher dabei vom Fachausschuss Finanzen, Revision und Nachhaltigkeit beraten wird.
  • Operativ definiert, gesteuert und umgesetzt wird die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie von der Gruppenleitung des Unternehmens, wobei der CFO die Funktion des ESG-Delegierten der Gruppenleitung innehat.
  • Der ESG-Delegierte ist sowohl Bindeglied zwischen der Gruppenleitung und dem breiter gefassten ESG-Team als auch zwischen der Gruppenleitung und dem Fachausschuss des Verwaltungsrates respektive dem gesamten Verwaltungsrat.
  • Das ESG-Team ist zuständig für die Umsetzung der ESG-Strategie und die Erreichung der jeweiligen Ziele. Es setzt sich zusammen aus dem ESG-Delegierten, Vertretern von Zeochem und Perlen Packaging, einem Repräsentanten von Human Resources sowie einem ESG-Koordinator auf Gruppenebene. Das ESG-Team wird durch verschiedene themen- oder geschäftsbereichsspezifische Arbeitsgruppen unterstützt.

Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen

Der Verwaltungsrat und die Gruppenleitung werden in den Sitzungen regelmässig über Nachhaltigkeitsaspekte informiert. Das Thema Nachhaltigkeit wurde im Berichtsjahr an fünf Sitzungen des Verwaltungsrats, an zwei Sitzungen des Ausschusses für Finanzen, Revision und Nachhaltigkeit, an drei Sitzungen des Ausschusses für Personal und Entschädigung (Themenbereich Eigene Belegschaft) sowie an zehn Sitzungen der Gruppenleitung behandelt. Zu den diskutierten Themen gehörten unter anderem die Aktualisierung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse, die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie mit den darin erarbeiteten Ambitionen, Zielen, Massnahmen und Kennzahlen, die Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit, die Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie die Erstellung der Treibhausgasbilanz und die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Des Weiteren liessen sich die Gremien über die Entwicklungen und Trends im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements informieren.

Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Die Vergütungspolitik für die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Gruppenleitung wird im Vergütungsbericht dargestellt. Während die Vergütung des Verwaltungsrates keinen variablen Anteil enthält, beinhaltet das Vergütungssystem der Gruppenleitung auch eine variable Vergütung. 40 % der variablen Vergütung basieren auf definierten Leistungszielen in den Dimensionen Kunden & Markt, Innovation, Prozesse, Mitarbeiterführung sowie Nachhaltigkeit.

Erklärung zur Sorgfaltspflicht

Die CPH Group AG wendet folgende Kernelemente der Sorgfaltspflicht an: Nachhaltigkeitsaspekte werden unter Berücksichtigung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihrem Zusammenspiel mit der Unternehmensstrategie und dem Geschäftsmodell in der Nachhaltigkeitsstrategie der CPH Group AG adressiert. Dabei werden bei der Bearbeitung der Nachhaltigkeitsthemen die betroffenen Interessenträger (beispielsweise Kunden, Mitarbeitende, Gesellschaft) in geeigneter Form berücksichtigt. Abgestimmt auf die Nachhaltigkeitsstrategie, wurden im Geschäftsjahr 2024 Massnahmenpläne definiert, deren Umsetzung regelmässig nachverfolgt und aktualisiert wird. Darüber hinaus stellt die CPH Group AG eine transparente interne und externe Berichterstattung über ihre Nachhaltigkeitspraktiken und -leistungen sowie eine angemessene Governance sicher.

Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die CPH Group AG führt ihre regelmässigen Abklärungen zu möglichen wesentlichen nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen und Risiken unter anderem im Rahmen ihres Risikomanagements durch. Dieses wird im Corporate-Governance-Bericht detailliert beschrieben, inklusive der wesentlichen Risiken. Die Risiken werden aus Sicht der CPH Group AG mit Fokus auf die möglichen Auswirkungen auf das Geschäft betrachtet und bewertet. Die Risikoidentifizierung und die zugehörige Massnahmenplanung werden in einem zweistufigen Prozess in den Geschäftsbereichen und aggregiert auf Gruppenebene durchgeführt.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie wurden 2024 erstmals Szenarien für die Klimarisiken und -chancen des Unternehmens erarbeitet. Diese Szenarien sind hier dargestellt. Die entsprechenden Erkenntnisse flossen im Berichtsjahr in den Risikomanagementprozess ein. Die CPH Group AG verbessert den Risikomanagementprozess laufend und aktualisiert das Risikoinventar entsprechend der Relevanz für das Geschäft.

Zur Erstellung dieses Nachhaltigkeitsberichts arbeitete die CPH Group AG mit einem spezialisierten Beratungsunternehmen zusammen, welches in Zusammenarbeit mit Zeochem und Perlen Packaging verschiedene Daten erhoben, berechnet und kontrolliert hat. Die je Standort erhobenen Daten werden von den ESG-Beauftragten und HR-Verantwortlichen von Zeochem und Perlen Packaging laufend überprüft. Hinzu kommen der strukturierte Abnahmeprozess (Sign-off) und ein ständiges Vieraugenprinzip für das interne Kontrollystem.

Für die Themenbereiche Umwelt, Menschenrechtsverletzungen, Soziales, Korruption und Arbeitnehmerbelange sind nach aktuellen Beurteilungen keine wesentlichen Risiken erkennbar, die unmittelbare Mitigationsmassnahmen erfordern würden.

Engagement-Index in %
76
(letzte Umfrage 75)
Anzahl eingebrachte KVP-Vorschläge
680
(Vorjahr 720)
Lernende in Ausbildung
29
(Vorjahr 25)

Strategie

Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Die CPH Group AG richtet ihre Geschäftstätigkeit nach wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltigen Kriterien aus. Die Unternehmensstrategie der CPH Group AG wird eingehend im Kapitel «Strategie & Märkte» des vorliegenden Geschäftsberichts dargestellt.

Die jeweilige Wertschöpfungskette von Zeochem und Perlen Packaging umfasst sowohl einen vorgelagerten als auch einen nachgelagerten Teil. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette umfasst insbesondere Rohmaterialien, die abgebaut, aufbereitet, beschafft, verpackt und zu den Produktionsstandorten der beiden Geschäftsbereiche geliefert werden. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst insbesondere die Auslieferung, die weitere Bearbeitung, die Nutzung, das Recycling und die spätere Entsorgung der verkauften Produkte.

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Um die Interessen und Standpunkte ihrer Anspruchsgruppen bestmöglich zu verstehen, pflegt die CPH Group AG den Dialog mit Investoren, Medien, Politik und Gesellschaft sowie weiteren Stakeholdern. Zeochem und Perlen Packaging wiederum pflegen den kontinuierlichen Austausch mit Kunden und Lieferanten. Erkenntnisse aus entsprechenden Gesprächen und Kontakten fliessen in die Strategieentwicklung, das Produktangebot und die Geschäftsprozesse ein.

Auch die Mitarbeitenden werden aktiv eingebunden und regelmässig über den Geschäftsverlauf und weitere relevante Entwicklungen im Unternehmen informiert. Die proaktive Mitarbeit der Mitarbeitenden im Rahmen des unternehmensinternen Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) wird sehr geschätzt und resultiert jedes Jahr in wertvollen Verbesserungen und Einsparungen beim Material- und Ressourcenverbrauch sowie bei den Kosten.

Die im Berichtsjahr eingeführte Nachhaltigkeits-Governance sieht die regelmässige Information von Verwaltungsrat und Gruppenleitung über Standpunkte der Interessenträger in Bezug auf sämtliche Anliegen von ihnen, inklusive Nachhaltigkeitsaspekten, explizit vor. Damit trägt das Unternehmen zur Erfüllung seiner Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Interessenträgern bei.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen (Doppelte Wesentlichkeitsanalyse)

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Die Identifikation der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen basiert auf der doppelten Wesentlichkeit, bei welcher sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie die Chancen und Risiken derselben für den Geschäftserfolg der CPH Group AG auf konsolidierter Ebene berücksichtigt werden. Bei der Analyse wurden spezifische geografische und bereichsbezogene Gegebenheiten angemessen berücksichtigt. Durch den regelmässigen Austausch mit verschiedenen internen und externen Interessengruppen wie Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten, Investoren und Behörden hat die CPH Group AG auch deren Interessen berücksichtigt. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse wurde erstmals im Geschäftsjahr 2023 durch ein bereichsübergreifendes Team mit der Unterstützung durch ein spezialisiertes Beratungsbüro erstellt und durch die Gruppenleitung sowie auch den Verwaltungsrat genehmigt. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr zum tieferen Verständnis eine Szenarienanalyse für die klimabezogenen Aspekte durchgeführt (physische Risiken, Übergangsrisiken und klimabezogene Chancen), siehe hier.

Von der Nachhaltigkeitsberichterstattung des Unternehmens abgedeckte Themen

Im Folgenden sind die Nachhaltigkeitsthemen mit ihrer jeweiligen Wesentlichkeit für die CPH Group AG im Überblick dargestellt. Sie beruhen auf der 2023 erstmals durchgeführten Ermittlung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen und wurden 2024 nach der Ausgliederung des Bereichs Papier angepasst:

Aufgrund der erfolgten Ausgliederung des Geschäftsbereichs Papier ist der Themenbereich «Wasser- und Meeresressourcen» im Geschäftsjahr 2024 nicht mehr als wesentlich für die CPH Group AG eingestuft worden. Dies, weil die Herstellung der Produkte der verbleibenden Bereiche Chemie und Verpackung nur wenig Wasser erfordert (siehe hier).

Weitere als insgesamt nicht wesentlich eingestufte Themen geht das Unternehmen situativ an. Insbesondere duldet die CPH Group AG keine Form von Menschenrechtsverletzungen wie beispielsweise Menschenhandel, Zwangs- und Kinderarbeit weder bei der eigenen Belegschaft noch bei Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette.

2. Klimawandel

Strategie

Übergangsplan für den Klimaschutz

Die CPH Group AG hat die Ambition, ihre Produktion zu dekarbonisieren und Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette hin zu Netto-Null zu reduzieren, soweit dabei die Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt bleibt. Um diesen Anspruch zu erfüllen, setzen Zeochem und Perlen Packaging seit mehreren Jahren konkrete Massnahmen um. In China reduzieren beispielsweise Solarkollektoren auf einem neuen Verwaltungsgebäude von Zeochem den externen Energiebedarf. Bei Perlen Packaging werden beispielsweise am Standort Müllheim (Deutschland) im Rahmen des ISO-50001-Energiemanagements durch den Einsatz von Ökostrom Treibhausgasemissionen reduziert und die Energieeffizienz über die Nutzung von Abwärme der Belüftungsanlage erhöht.

CO2-Emissionen in Tsd. Tonnen CO2e
14
(Vorjahr 12) Scope 1
CO2-Emissionen in Tsd. Tonnen CO2e
30
(Vorjahr 28) Scope 2
CO2-Emissionen in Tsd. Tonnen CO2e
521
(Vorjahr 527) Scope 3
Anteil verwerteter Abfall in %
87
(Vorjahr 91)

Um die Dekarbonisierung der Unternehmensaktivitäten zu intensivieren und zu systematisieren, wurden im Berichtsjahr strategische Klimaziele und daraus folgende konkrete Massnahmen mit einem entsprechenden Zeithorizont entwickelt. Diese sollen sich positiv auf die Klimaambitionen der CPH Group AG auswirken.

Zum aktuellen Zeitpunkt hat das Unternehmen noch keine genügende Datenbasis, um die entsprechenden Dekarbonisierungshebel identifizieren und berechnen zu können. Mit einer umfassenden Treibhausgasbilanzierung (inkl. Scope 3) konnte im Berichtsjahr die verfügbare Datenbasis erweitert werden (siehe hier). Über einen Übergangsplan im Einklang mit ESRS E1 (Klimawandel) verfügt das Unternehmen noch nicht. Es hat die Absicht, mittelfristig einen solchen zu erstellen.

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Bei allen evaluierten und als relevant eingestuften Klimarisiken und Klimachancen der CPH Group AG handelt es sich um klimabezogene Übergangsrisiken. Damit gemeint sind Risiken, welche aus dem Wandel zu einer emissionsarmen Wirtschaft entstehen können.

Die CPH Group AG hat 2024 eine Analyse zu den Klimarisiken und -chancen vorgenommen. Der Grad der dabei ermittelten Auswirkungen bewegt sich nach aktueller Einschätzung auf einem tiefen Niveau. Gemäss dieser Begutachtung sind das Geschäftsmodell und die Strategie der CPH Group AG resilient gegenüber den identifizierten physischen Risiken und Übergangsrisiken. Demnach sollten Geschäftsmodell und Strategie mit Blick auf die in den nachfolgend ausgeführten Szenarien den zukünftigen Bedingungen standhalten. Durch die Integration der Analyse der Klimarisiken und -chancen in den jährlichen Risikomanagementprozess wird sichergestellt, dass die entsprechende Beurteilung regelmässig aktualisiert wird.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Im Berichtsjahr hat ein spezialisiertes Beratungsunternehmen die CPH Group AG bei der Identifizierung der Klimarisiken und -chancen gemäss der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) unterstützt. Dabei wurden sowohl physische Risiken (chronische und akute Klimagefahren in den Dimensionen Temperatur, Wind, Wasser und Feststoffe) als auch Übergangsrisiken und Chancen verschiedener Art (politisch, rechtlich, technologisch, marktbezogen, imagebezogen) berücksichtigt und deren Relevanz unter Berücksichtigung der eigenen Aktivitäten und der Wertschöpfungskette evaluiert. Um die Exposition der CPH Group AG zu bewerten und diese Risiken und Chancen zu priorisieren, wurde eine Bewertung anhand von zwei Kriterien durchgeführt: finanzielle Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit. Als relevant werden Risiken und Chancen eingestuft, die potenziell gemäss einer qualitativen Bewertung sowohl eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit als auch eine hohe finanzielle Auswirkung haben.

Bei der Bewertung der wichtigsten Klimarisiken und -chancen wurden die drei Zeithorizonte wie folgt definiert: kurzfristig (unter 5 Jahre), mittelfristig (5 bis 15 Jahre) sowie langfristig (über 15 Jahre). Zusätzlich wurden folgende Szenarien verwendet:

  • «Szenario Netto-Null-Emissionen bis 2050 (NZE)», basierend auf einem erwarteten Temperaturanstieg von weniger als 1.5 Grad (~1.4 Grad). NZE wurde definiert als Emissionspfad, der mit der Begrenzung des Temperaturanstiegs im Jahr 2100 auf unter 1.5 Grad (mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 50 %) bei begrenzter Überschreitung vereinbar ist
  • «Szenario für festgelegte Richtlinien (SPS)», basierend auf einem erwarteten Temperaturanstieg von mehr als 1.5 Grad (~2.4 Grad). SPS wurde definiert als Emissionspfad, der die aktuellen politischen Rahmenbedingungen auf der Grundlage einer sektor- und länderspezifischen Bewertung der (bestehenden und geplanten) energiepolitischen Massnahmen widerspiegelt

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die finanziellen Auswirkungen der wichtigsten Klimarisiken und -chancen mit Blick auf die obgenannten Zeithorizonte und Szenarien wurden entsprechend den Vorgaben des Risikomanagements der CPH Group AG beurteilt.

Strategien im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Wie eingangs erwähnt, hat die CPH Group AG die Ambition, ihre Produktion zu dekarbonisieren und Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette hin zu Netto-Null zu reduzieren, soweit dabei die Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt bleibt. Bereits in den letzten Jahren haben Zeochem und Perlen Packaging zahlreiche Massnahmen identifiziert und umgesetzt. Um diesen Anspruch zukünftig systematischer zu erfüllen, haben beide Unternehmen im Berichtsjahr strategische Klimaziele in den Bereichen Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien entwickelt. Daraus wurden Massnahmen mit einem entsprechenden Zeithorizont abgeleitet. Dazu gehören zunächst die Identifikation von Auswirkungspfaden, die Teilnahme an der Science Based Targets Initiative (SBTi) durch Perlen Packaging mit den dazugehörigen Verpflichtungen, die Bewertung durch die Nachhaltigkeits-Ratingagentur Ecovadis, die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den persönlichen Jahreszielen der Mitarbeitenden, die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz sowie die Entwicklung von Produkten mit reduzierter CO2-Belastung und damit einer besseren Umweltbilanz.

Zur Sicherstellung eines systematischen Managements wurden die identifizierten Klimarisiken und -chancen im Geschäftsjahr 2024 zusammen mit den Massnahmeplänen in den Risikomanagementprozess integriert. Zur Nachverfolgung wurden geeignete quantitative oder qualitative Kennzahlen definiert.

Massnahmen und Mittel im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Zeochem und Perlen Packaging haben 2024 Massnahmen zum Ausbau des Managements der relevanten Klimarisiken und Chancen geplant und bereits umgesetzt. Dazu gehört zunächst die Analyse von Auswirkungspfaden. Entsprechende Massnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen sollen ab dem Geschäftsjahr 2025 umgesetzt und die gewonnenen Erkenntnisse in den Risikomanagementprozess der CPH Group AG inkludiert werden. Ausserdem ist vorgesehen, dass die persönlichen Jahresziele der Mitarbeitenden mit ESG-bezogenen Zielen erweitert werden.

Eine Massnahme in Hinblick auf die Ambition, die Produktion zu dekarbonisieren und Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette hin zu Netto-Null zu reduzieren, soweit dabei die Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt bleibt, ist bei Zeochem und Perlen Packaging die umfassende Bilanzierung der Treibhausgasemissionen (inkl. Scope 3). Um mittelfristig einen Übergangsplan auszuarbeiten, ist zur Identifikation der Dekarbonisierungshebel und zur Nachverfolgung der Wirksamkeit einzelner Massnahmen zunächst Transparenz entlang der Wertschöpfungskette notwendig.

Zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der Treibhausgaseffizienz wird unter anderem angestrebt, die Energieeffizienz sowie den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen.

Als wichtige Basis für die angestrebten Verbesserungen ist Perlen Packaging per Ende 2024 der SBTi beigetreten. SBTi wurde 2015 gegründet, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Emissionsreduktionsziele auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse festzulegen. Die Spezifizierung von SBTi-Massnahmen und die Ausarbeitung eines SBTi-kompatiblen Absenkungspfades hinsichtlich Wirkung, Umsetzbarkeit, Kosten und Zeitplan sollen bis 2026 abgeschlossen sein und in die Nachhaltigkeitsziele von Perlen Packaging integriert werden.

Perlen Packaging sieht dabei Potenzial bei ressourceneffizienteren Endprodukten, bei der Substitution von emissionsintensiven Vorprodukten sowie bei weiteren Investitionen in verbrauchsoptimierte Fertigungstechnologien.

Konkret bietet das Unternehmen seit 2024 mit der PERLALUX Mono DeCarb Folie den Kunden die Möglichkeit, PVC-Monofolien mit einem stark reduzierten CO2-Fussabdruck zu beziehen. Dies wird durch den Ersatz von fossilen hin zu zirkulären und biozirkulären Rohstoffquellen in Kombination mit der Nutzung erneuerbarer Energien beim Herstellungsprozess erreicht. Somit können bei den PERLALUX Mono DeCarb Folien bis zu 80 % der im Rohstoff enthalten CO2-Emissionen eingespart werden.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Die CPH Group AG verfügt noch nicht über einen Übergangsplan zum Klimaschutz und hat entsprechend noch keine konkreten Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen festgelegt. Dennoch wurden erste konkrete strategische Ziele erarbeitet, welche im vorherigen Abschnitt im Zusammenhang mit den Massnahmen bereits aufgezeigt wurden.

Energieverbrauch und Energiemix

Die CPH Group AG ist als produzierendes Unternehmen ausschliesslich in einem klimaintensiven Sektor tätig (Klassifizierung gemäss ESRS: Sektor C – Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren). Sie investiert aktiv in Anlagen und Projekte, um ihren eigenen Energieverbrauch effizienter zu gestalten. Entsprechend wird der Energieeinsatz laufend gemessen und überwacht. Dieser Energieverbrauch wurde als Grundlage zur Berechnung der Treibhausgasemissionen der relevanten Kategorien (Scope 2 und Kategorie 3 «Tätigkeiten in Zusammenhang mit Brennstoffen und Energien» aus Scope 3) verwendet.

Energieeinsatz

in MWh

2024

2023

Elektrizität, erneuerbar

19 081

19 962

Wärme, erneuerbar

7 561

10 032

Total aus erneuerbaren Quellen

26 642

29 994

Elektrizität, nuklear

7 780

8 383

Elektrizität, fossil1

31 433

28 814

Wärme, fossil

18 478

19 898

Erdgas

72 289

64 880

Rohöl und Erdölerzeugnisse

1 045

704

Total aus fossilen Quellen

123 245

114 296

Total Energieeinsatz

157 667

152 673

Anteil erneuerbare Energien

16.9 %

19.6 %

Anteil nukleare Quellen

4.9 %

5.5 %

Anteil fossile Brennstoffe

78.2 %

74.9 %

Energieintensität (MWh je Mio. CHF Nettoumsatz)

488

422

1 inklusive Elektrizität ohne Herkunftsnachweis

Die Energieintensität hat sich im Berichtsjahr erhöht. Der Anteil der eingesetzten erneuerbarer Energien lag im Berichtsjahr unter dem Vorjahr, während der Anteil der fossilen Energien über dem Vorjahr lag. Dies ist darauf zurückzuführen, dass weniger erneuerbare Wärme verfügbar war und sich der Einsatz von Elektrizität und Erdgas aufgrund des veränderten Produktmixes erhöhte.

Treibhausgas-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie Treibhausgas-Gesamtemissionen

Angesichts der Notwendigkeit nachhaltiger Wertschöpfung hat die CPH Group AG proaktiv Massnahmen unternommen, um ihre Klimawirkungen zu verstehen und zu verringern. Dementsprechend wurde eine Treibhausgasbilanzierung durchgeführt.

Erläuterung der Methodik

Die Treibhausgasemissionen sind gemäss den Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard und Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard erhoben worden. Die Treibhausgasemissionen Scope 1–3 Leistungsindikatoren 2024 wurden durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft. Der entsprechende Prüfbericht findet sich hier.

Organisatorisch umfasst die CPH Group AG die beiden Unternehmen Zeochem und Perlen Packaging mit den aufgeführten Tochtergesellschaften und Standorten (siehe hier). Die CPH Group AG besitzt die operative Kontrolle über diese Standorte. Alle Standorte wurden in die THG-Bilanz einbezogen, ausser den Zeochem-Vertriebsbüros in Shanghai und Singapur, die wegen geringer Wesentlichkeit für die Gesamtemissionen ausgeschlossen wurden. Es kam der gleiche Konsolidierungskreis wie in der Finanzberichterstattung zur Anwendung. In Übereinstimmung mit der gesamten Nachhaltigkeitsberichterstattung verzichtete das Unternehmen auf den Einbezug des ausgegliederten Geschäftsbereichs Papier für das erste Halbjahr 2024 und für das Vorjahr, da mit diesem Vorgehen die Aussagekraft zukunftsorientiert ist und vergleichbarer bleibt.

Im Rahmen von Scope 3 wurden die folgenden Kategorien ausgeschlossen, da sie für die Tätigkeiten der CPH Group AG nicht materiell sind und auch im Branchenvergleich nicht anwendbar sind oder die daraus resultierenden Emissionen vernachlässigbar sind: Geschäftsreisen, Pendelverkehr der Mitarbeitenden, vermietete oder verleaste Objekte (vor- und nachgelagerte), Franchises und Investitionen.

Bei der Berechnung der Emissionen fanden alle im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) definierten Treibhausgase Berücksichtigung, nämlich Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), Stickstofftrifluorid (NF3) und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC). Die daraus resultierende Einheit für die berechneten Treibhausgasemissionen ist t CO2-äquivalente Emissionen (CO2e).

Es wurden keine Primärdaten von Lieferanten oder anderen Partnern in der Wertschöpfungskette zur Berechnung verwendet. Folgende Quellen für Emissionsfaktoren kamen in den Berechnungen gemäss letztem verfügbarem Stand zur Anwendung:

  • Scope-1-Emissionen (direkte Emissionen): GHG Conversion Factors – DEFRA
  • Scope-2-Emissionen (indirekte Emissionen aus bezogener Energie): Ecoinvent 3.10
  • Scope-3-Emissionen (sonstige indirekte Emissionen): Life Cycle Upstream Emission Factors – IEA, GHG Conversion Factors – DEFRA und Ecoinvent 3.10

Die in diesem Bericht beschriebene Berechnung der Treibhausgasbilanzierung bezieht sich auf das Berichtsjahr 2024 und das Vorjahr 2023. Der allgemeine Ansatz für die Treibhausgasbilanzierung basiert auf Aktivitätsdaten und Emissionsfaktoren. Entsprechend wurden standortspezifische Aktivitätsdaten für genau diesen Zeitraum erhoben. Ausserdem wurden die aktuell gültigen Emissionsfaktoren angewendet, welche jährlich aktualisiert werden. Die Berechnungen wurden grundsätzlich unter Verwendung effektiver Aktivitätsdaten für die Monate Januar bis November 2024 durchgeführt und mit Schätzungen für Dezember 2024 ergänzt, wobei die Emissionen jährlich anhand der Umsätze von Januar bis November und des Jahresumsatzes extrapoliert wurden. Somit kann die Gesamtmenge der Treibhausgasemissionen ausgewiesen werden, welche von der CPH Group AG innerhalb der definierten Systemgrenze verursacht wurden. Für das gesamte Kalenderjahr 2023 wurde die Treibhausgasbilanzierung grundsätzlich auf Basis effektiver Aktivitätsdaten durchgeführt.

Um die Treibhausgasbilanzierung abzuschliessen, mussten einige Annahmen getroffen werden, um Datenlücken zu schliessen. Die CPH Group AG ist aktiv darum bemüht, die Qualität der Daten sowie die Prozesse zur Datenerhebung zu verbessern, um den Einsatz von Annahmen in Zukunft weiter zu reduzieren. Im Jahr 2024 konnten Verbesserungen in der Datenqualität und der Methodik erreicht werden, wodurch der Umfang der Annahmen reduziert und die Qualität der Treibhausgaskennzahlen verbessert wurden. Für Scope 1 und Scope 2 wurden keine Annahmen getroffen, sondern ausschliesslich die realen Aktivitätsdaten verwendet. Für die signifikanten Kategorien von Scope 3 mussten einige Annahmen getroffen werden, um die Datengrundlage zu vervollständigen:

  • Eingekaufte Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1): Die Emissionen wurden bei Zeochem zu nahezu 100 % und bei Perlen Packaging zu mehr als 96 % der im Jahr 2024 eingekauften Menge mit spezifischen, aktivitätsbasierten durchschnittlichen Emissionsfaktoren berechnet. Die restlichen 4 % bei Perlen Packaging, für die keine Gewichtsangaben vorlagen, wurden über den Warenwert mit ausgabenbasierten Emissionsfaktoren berechnet. Da die Datengrundlage nur das Nettogewicht enthält, wurde das zusätzliche Verpackungsgewicht geschätzt und entsprechend in die Emissionen der Gesamtkategorie mit einbezogen.
  • Vorgelagerter Transport und Vertrieb (Kategorie 4) und Nachgelagerter Transport (Kategorie 9): Diese Kategorien wurden mit einem distanzbasierten Ansatz berechnet. Für alle Routen waren die Abfahrts- und Ankunftsorte sowie die Verkehrsmittel verfügbar. Für See- und Lufttransporte mussten die primären und sekundären Routen berechnet werden, um auch den Landtransport zu/von Häfen und Flughäfen zu berücksichtigen. Dort, wo die Abfahrts- und Ankunftshäfen nicht verfügbar waren, wurden für den Seetransport jeweils die nächstgelegenen Häfen herangezogen, um die Distanzen der primären Seewegstrecke und anschliessend der sekundären Strecke über die Strasse zu berechnen. Ein analoger Ansatz wurde bei Flugtransporten angewendet, bei denen jeweils der nächstgelegene internationale Flughafen berücksichtigt wurde.
  • Abfallaufkommen in Betrieben (Kategorie 5): Für Abfallemissionen wird ein Cut-off-Ansatz berücksichtigt, der Ressourcen und zugehörige Emissionen über verschiedene Phasen des Produktlebenszyklus verteilt. Die Umweltbelastungen, die mit der Produktion von recycelten Materialien verbunden sind, werden dem Nutzer der recycelten Materialien zugeordnet. Das bedeutet, dass die Emissionen aus der Produktion von recyceltem Inhalt vom ursprünglichen Produktsystem «abgeschnitten» und dem Produktsystem zugeschrieben werden, welches die recycelten Materialien nutzt. Dasselbe gilt für Abfälle, die mit Energierückgewinnung verbrannt werden (Waste-to-Energy). Daher wird recycelten oder mit Energierückgewinnung verbrannten Abfällen ein Emissionsfaktor von 0 zugewiesen.
  • Verarbeitung verkaufter Produkte (Kategorie 10): Die berechneten Emissionen berücksichtigen die Verarbeitung der verkauften Produkte vor dem Endverbrauch durch andere Firmen. Für Zeochem ist diese Kategorie nicht relevant, da die Produkte ohne Weiterverarbeitung von den Kunden genutzt werden. Für Perlen Packaging ist das Thermoformen das Hauptverfahren zur Verarbeitung verkaufter Waren. Ein entsprechender Emissionsfaktor für Thermoformen aus Ecoinvent 3.10 wurde verwendet.
  • Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (Kategorie 12): Bei Zeochem sind Molekularsiebe und Gele die Hauptprodukte am Lebensende und werden aufgrund möglicher Kontaminationen als gefährlicher Abfall betrachtet. Da keine Informationen zur Entsorgung vorliegen, wurde Verbrennung angenommen. Für Perlen Packaging wurde ebenfalls Verbrennung angenommen, und für die Entsorgung von Blisterverpackungen wurde ein Emissionsfaktor für die Verbrennung von Plastik verwendet. Da nur das Nettogewicht verfügbar war, wurde das Verpackungsgewicht als Differenz zwischen Netto- und Bruttogewicht der versendeten Produkte (Kategorie 9) geschätzt. Bei Zeochem war die Materialzusammensetzung der Verpackung bekannt, jedoch wurden die Anteile der einzelnen Materialien angenommen. Bei Perlen Packaging wurde angenommen, dass die Verpackung aus EU-Paletten und Kunststoffverpackungen besteht.

Treibhausgas-Emissionen

in Tonnen CO2e

20241

2023

% Veränderung

Scope 1: Aus eigenen Quellen

13 542

12 272

+10.3 %

Anteil Scope 1 aus regulierten Emissionshandelssystemen

0.0 %

0.0 %

Scope 2: Aus eingekaufter Energie, marktbezogen2

30 270

28 452

+6.4 %

Scope 2: Aus eingekaufter Energie, standortbezogen3

37 954

36 331

+4.5 %

Kat. 1: Erworbene Waren und Dienstleistungen

322 993

333 496

‑ 3.1 %

Kat. 2: Investitionsgüter

5 971

6 569

‑ 9.1 %

Kat. 3: Tätigkeiten in Zusammenhang mit Brennstoffen und Energien

7 215

6 722

+7.3 %

Kat. 4: Vorgelagerter Transport und Vertrieb

11 790

6 394

+84.4 %

Kat. 5: Abfallaufkommen von Betriebstätigkeit

563

424

+32.8 %

Kat. 9: Nachgelagerter Transport und Vertrieb

12 211

13 510

‑ 9.6 %

Kat. 10: Verarbeitung verkaufter Produkte

11 236

11 569

‑ 2.9 %

Kat. 12: Behandlung von verkauften Produkten am Ende der Lebensdauer

149 232

147 816

+1.0 %

Total Scope 3: Indirekt aus Wertschöpfungskette

521 211

526 500

‑ 1.0 %

Total marktbezogen

565 023

567 224

‑ 0.4 %

Total standortbezogen

572 707

575 103

‑ 0.4 %

Treibhausgas-Intensität, marktbezogen (in Tonnen CO2e je Mio. CHF Nettoumsatz)

1 748

1 569

+11.4 %

Treibhausgas-Intensität, standortbezogen (in Tonnen CO2e je Mio. CHF Nettoumsatz)

1 772

1 591

+11.4 %

1 geprüft mit begrenzter Sicherheit

2 marktbezogene Emissionen berücksichtigen den CO2-Ausstoss basierend auf den Stromlieferverträgen des jeweiligen Standortes

3 standortbezogene Emissionen berücksichtigen den durchschnittlichen CO2-Ausstoss des Elektrizitätsnetzes am jeweiligen Standort

Erläuterungen zur Entwicklung der CO2-Emissionen

Die Treibhausgasemissionen sind im Berichtsjahr zurückgegangen (marktbezogen -0.4 %). Dazu beigetragen hat insbesondere ein tieferer Ausstoss von Treibhausgas bei den erworbenen Waren und Dienstleistungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Dagegen gewirkt hatte ein erhöhter Verbrauch von Energien aus fossilen Quellen bzw. ohne Herkunftsnachweis. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass weniger erneuerbare Wärme verfügbar war (Scope 2). Zudem erhöhte sich der Einsatz von Elektrizität (Scope 2) und Erdgas (Scope 1) aufgrund des veränderten Produktmixes.

Die marktbezogenen Treibhausgasemissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) liegen um 20.2 % unter den standortbezogenen (Vorjahr: 21.7 %), vor allem weil die Standorte Müllheim und Perlen von Perlen Packaging bewusst erneuerbaren und CO2-freien nuklearen Strom beziehen.

Die Reduktion der Treibhausgasemissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 1.0 % ist auf verschiedene Effekte zurückzuführen. Dazu gehören Einflüsse aus dem veränderten Produktionsvolumen sowie Produkt- und Absatzmix, die Präzisierung der Erhebungsmethode und veränderte Emissionsfaktoren.

Die CO2-Emissionen aus der vorgelagerten Wertschöpfungskette für erworbene Waren und Dienstleistungen (Scope 3, Kategorie 1) mit dem höchsten Anteil am gesamten Treibhausgasausstoss reduzierte sich im Berichtsjahr um 3.1 %. Dies ist einerseits auf das aufgrund des tieferen Umsatzes ebenfalls tiefere Einkaufsvolumen und anderseits auf einen veränderten Beschaffungsmix zurückzuführen.

Der zweitgrösste Anteil am gesamten Treibhausgasausstoss entstand bei der Behandlung der verkauften Produkte am Ende der Lebensdauer in der nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3, Kategorie 12). Die entsprechenden CO2-Emissionen erhöhten sich im Berichtsjahr um 1.0 %. Dies ist primär durch den veränderten Absatzmix sowie den höheren Umsatzanteil des Bereichs Chemie begründet.

Zusätzlich sind im Berichtsjahr biogene Emissionen von 13 Tonnen CO2e ausgestossen worden.

Treibhausgas-Emissionen nach Bereichen

Chemie

Verpackung

CPH Group

in Tonnen CO2e

2024

2023

% Veränderung

2024

2023

% Veränderung

2024

2023

% Veränderung

Scope 1: Aus eigenen Quellen

11 183

9 954

+12.3 %

2 359

2 318

+1.8 %

13 542

12 272

+10.3 %

Scope 2: Aus eingekaufter Energie, marktbezogen1

24 609

22 699

+8.4 %

5 661

5 753

‑ 1.6 %

30 270

28 452

+6.4 %

Scope 2: Aus eingekaufter Energie, standortbezogen2

25 224

23 150

+9.0 %

12 730

13 181

‑ 3.4 %

37 954

36 331

+4.5 %

Total Scope 3: Indirekt aus Wertschöpfungskette

229 088

226 348

+1.2 %

292 123

300 152

‑ 2.7 %

521 211

526 500

‑ 1.0 %

Total marktbezogen

264 880

259 001

+2.3 %

300 143

308 223

‑ 2.6 %

565 023

567 224

‑ 0.4 %

Total standortbezogen

265 495

259 452

+2.3 %

307 212

315 651

‑ 2.7 %

572 707

575 103

‑ 0.4 %

Treibhausgas-Intensität, marktbezogen (in Tonnen CO2e je Mio. CHF Nettoumsatz)

2 258

2 086

+8.3 %

1 457

1 299

+12.2 %

1 748

1 569

+11.4 %

Treibhausgas-Intensität, standortbezogen (in Tonnen CO2e je Mio. CHF Nettoumsatz)

2 264

2 090

+8.3 %

1 492

1 330

+12.2 %

1 772

1 591

+11.4 %

1 marktbezogene Emissionen berücksichtigen den CO2-Ausstoss basierend auf den Stromlieferverträgen des jeweiligen Standortes

2 standortbezogene Emissionen berücksichtigen den durchschnittlichen CO2-Ausstoss des Elektrizitätsnetzes am jeweiligen Standort

Reduktion von Treibhausgasen und Projekte zur indirekten Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Gutschriften

Die CPH Group AG verfolgt die Ambition, ihre Produktion zu dekarbonisieren und Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette hin zu Netto-Null zu reduzieren, soweit dabei die Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt bleibt. Zum heutigen Zeitpunkt werden keine Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen verfolgt, die über CO2-Gutschriften finanziert werden.

Interne CO2-Bepreisung

Die CPH Group AG verfügt über kein internes CO2-Bepreisungssystem.

Erwartete finanzielle Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Unter Berücksichtigung und Anwendung der Definitionen zu Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanziellen Auswirkungen gemäss dem Risikomanagementsystem der CPH Group AG sind die untenstehenden hauptsächlichen klimabezogenen Risiken und Chancen identifiziert worden:

Klimabezogene Risiken

  • Verschiebung der Präferenzen von Industriekunden: Industriekunden setzen sich vermehrt klimabezogene Ziele und verlangen insbesondere von Perlen Packaging, eigene Klimaschutzziele festzulegen und umzusetzen. Die Nichteinhaltung dieser Anforderungen kann sich kurz- bis mittelfristig potenziell negativ auf den Umsatz und die Ergebnisse auswirken, wobei die finanziellen Auswirkungen als tief eingeschätzt werden. Massnahmen wie die Umsetzung der gesetzten Klimaschutzziele oder die Registrierung bei SBTi wirken mitigierend.
  • Auswirkungen von Regulierungen auf die Lieferkette und die Gewinnung von Rohstoffen: Hauptlieferanten von Rohstoffen sind zunehmend von strengeren klimapolitischen Massnahmen betroffen, was sich mittel- bis langfristig auf die entsprechenden Kosten auswirken kann. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden aktuell als gering beurteilt, da davon ausgegangen wird, dass Mehrkosten bei gleichen Wettbewerbsbedingungen zu höheren Verkaufspreisen führen werden.
  • Erhöhte Investitionskosten: Investitionskosten für die Anpassung der eigenen Prozesse und Produktionslinien hin zu mehr Klimafreundlichkeit (beispielsweise mit Blick auf die Dekarbonisierung im Rahmen der SBTi) führen potenziell über einen möglichen Zeitraum von zehn Jahren zu einem zusätzlichen Investitionsbedarf mit tiefen finanziellen Auswirkungen, da davon ausgegangen wird, dass Mehrkosten zu höheren Verkaufspreisen führen werden.

Klimabezogene Chancen

  • Steigende Nachfrage von Industriekunden nach nachhaltigeren Produkten: Die CPH Group AG plant, neue Produkte zu entwickeln, die bei der Nutzung oder Weiterverarbeitung weniger Emissionen verursachen und damit dem Bedürfnis der Kunden nach Reduktion der eigenen Emissionen gerecht werden. Daraus ergeben sich mittelfristig potenziell positive finanzielle Auswirkungen, die von der Zahlungsbereitschaft der Kunden für nachhaltige Produkte abhängen.
  • Emissionsarme Verpackungslösungen: Innovative, klimafreundliche Verpackungslösungen bieten Möglichkeiten zur Kosteneinsparung entlang der gesamten Wertschöpfungskette (weniger Rohstoffe, günstigere Materialien, einfachere Entsorgung oder Recycling) und könnten mittelfristig Wettbewerbsvorteile bringen, falls die Kunden diese zunehmend fordern würden. Die potenziell positiven finanziellen Auswirkungen hängen primär von der Zahlungsbereitschaft der Kunden für emissionsarme Verpackungslösungen ab.

3. Umweltverschmutzung

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Strategien im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung

Die CPH Group AG ist sich ihrer Verantwortung als Unternehmen bei der Vermeidung und Reduzierung von Umweltverschmutzung bewusst und handelt entsprechend. Dieses Handeln ist gestützt auf die Ambition der CPH Group AG, die Freisetzung von umweltschädigenden Stoffen zu vermeiden und alle lokalen Regulierungen einzuhalten. Das Vermeiden und Reduzieren von Umweltverschmutzungen ist grundsätzlich in die Planung und Entscheidungsfindung von Zeochem und Perlen Packaging integriert. Als grössten Wirkungshebel hat die CPH Group AG diesbezüglich die schonende und effiziente Nutzung von Ressourcen und die Wiederverwendung von Produktionsabfällen und der eigenen Produkte identifiziert. Entsprechende Informationen dazu finden sich im Kapitel «Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft» dieses Nachhaltigkeitsberichts.

Massnahmen und Mittel im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung

Jeder Produktionsstandort verfügt über einen Umweltverantwortlichen. Diese stellen unter anderem sicher, dass die lokalen Regulierungen zu Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung bekannt sind und eingehalten werden können. Für den Umgang mit gefährlichen Stoffen sind standardisierte Arbeitsprozesse definiert. Die Mitarbeitenden werden regelmässig angemessen geschult, damit diese eingehalten werden können. Mit regelmässigen internen und externen Sicherheitsschulungen soll sichergestellt werden, dass der Umgang mit gefährlichen Stoffen stets gesetzeskonform erfolgt und Unfälle sowie die Freisetzung von umweltschädigenden Stoffen vermieden werden.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung

Bei Zeochem und bei Perlen Packaging wird die Verwendung und Freisetzung von umweltschädigenden Stoffen überwacht, die entsprechende Beurteilung vertieft und die Ergebnisse werden anschliessend auf Gruppenebene konsolidiert. Darauf basierend, sollen angemessene weitere Ziele in Bezug auf Luftschadstoffe, Emissionen ins Wasser und Verschmutzung des Bodens sowie zur Vermeidung bzw. Verminderung von besorgniserregenden und besonders besorgniserregenden Stoffen festgelegt werden.

Zur Sicherstellung eines angemessenen Managements der Umweltbelange wurde von Zeochem mit der Zertifizierung nach ISO 14001 ein entsprechendes Managementsystem an den Standorten Donghai und Zvornik eingeführt. Diese Zertifizierung soll, unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses, in den kommenden Jahren auch an den anderen Produktionsstandorten eingeführt werden, wobei der Standort in Louisville im Jahr 2025 zertifiziert werden soll.

Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung

Als Schadstoffe, die in die Luft gelangen, werden die Treibhausgasemissionen im Kapitel «Klimawandel» dargestellt. Weitere potenzielle Emissionen in die Luft durch Produktionsprozesse werden beispielsweise durch geeignete Filtersysteme vermindert. Ausserdem werden chemische Prozesse grundsätzlich in geschlossenen Systemen durchgeführt.

Auf den ressourcenschonenden Umgang mit Wasser wird im nachfolgenden Kapitel zu Wasser- und Meeresressourcen eingegangen. Abwasser wird bei Bedarf beispielsweise in Fällanlagen oder durch Neutralisation vorbehandelt und in lokalen Abwasserreinigungsanlagen geklärt. Zur Vermeidung von Bodenverschmutzung gibt es vielfältige Sicherheitsvorkehrungen und -konzepte. Dazu gehören unter anderem Auffangwannen in Bereichen mit erhöhter Expositionsgefahr oder eine sorgfältige Lagerung von Gefahrstoffen.

Im Berichtsjahr, wie auch 2023, wurden keine Vorfälle bzgl. Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung verzeichnet. Angrenzend an das ehemalige Produktionsgelände in Uetikon am See (Schweiz) läuft seit dem Geschäftsjahr 2022 die Sanierung des durch die Vorgängerfirma der Zeochem aufgeschütteten Seegrunds. Bis 2024 waren 80 % der davon betroffenen Fläche saniert worden. Die Sanierungsarbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Baudirektion des Kantons Zürich, welche die Projektleitung innehat, während die CPH Group AG in der Steuergruppe vertreten ist.

Bei der Herstellung von Kunststoffblistern trägt Perlen Packaging dazu bei, die Emission von Mikroplastik in die Umwelt zu vermeiden: Der Hauptrohstoff PVC wird in Pulverform (per Definition Mikroplastik) angeliefert. Dieser wird bei der Verarbeitung in einen anderen Zustand überführt, wodurch das Endprodukt, die Kunststofffolie, per Definition nicht mehr als Mikroplastik gilt. Durch die Verarbeitung des PVC-Pulvers in geschlossenen Kreisläufen wird verhindert, dass während der Produktion bei Perlen Packaging Mikroplastik in die Umwelt gelangen kann.

Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe

In der Produktion von Zeochem und Perlen Packaging werden als «besorgniserregend» oder «besonders besorgniserregend» eingestufte Stoffe teilweise als Roh- bzw. Hilfsstoff verwendet oder sind in diesen in geringen Konzentrationen enthalten.1 Diese Stoffe werden einer regelmässigen Gefährdungsbeurteilung unterzogen. Alle anfallenden Handlungen mit diesen Stoffen inklusive Transport, Lagerung und Entsorgung werden in den Standardarbeitsverfahren beschrieben und von speziell geschulten Fachleuten bzw. Fachfirmen durchgeführt. Durch den verantwortungsvollen Umgang von geschultem Fachpersonal und das Treffen von Sicherheitsvorkehrungen wie das Handling besonders besorgniserregender Stoffe in geschlossenen Kreisläufen ist weder für die Mitarbeitenden noch für die lokalen Gemeinschaften oder die Umwelt ein wesentliches Risiko in Bezug auf die Exposition zu erwarten.

1 Chemische Substanzen werden als «besorgniserregend» definiert, wenn diese potenziell schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt haben. Als «besonders besorgniserregend» sind chemische Stoffe klassifiziert, die aufgrund ihrer Gefahrenpotenziale als besonders kritisch eingestuft werden und erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben können.

4. Wasser- und Meeresressourcen

Der Themenbereich Wasser- und Meeresressourcen wurde in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als unwesentlich eingestuft. Es wurden keine wesentlichen positiven oder negativen Auswirkungen, Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen identifiziert. Dies insbesondere, da für die Herstellung der Produkte von Zeochem und Perlen Packaging nur geringe Wassermengen benötigt werden, welche über lokale Abwasserreinigungsanlagen nahezu vollständig in gereinigter Form an den natürlichen Abwasserkreislauf übergeben werden.

Weil Wasser eine wertvolle natürliche Ressource ist, ist die CPH Group AG dennoch bestrebt, Wasser effizient zu nutzen. Deshalb wird der Wasserverbrauch insbesondere an den drei asiatischen Standorten in China und Indien überwacht, da diese gemäss dem «Aqueduct Water Risk Atlas» in Gebieten mit hohem Wasserstress liegen. 2024 lag der gesamte Wassereinsatz bei 571 000 m3 (Vorjahr: 540 000 m3). Die Wasserintensität der CPH Group AG ist generell gering, weil nur wenig Wasser in der Produktion verbraucht wird. Vom gesamten Wassereinsatz entfallen 11 % auf Gebiete mit hohem Wasserstress (Vorjahr: 7 %).

Mit dem Ziel einer höheren Wassereffizienz hat Zeochem im Berichtsjahr eine Anlage zur Wiederverwendung von Abwasser mit einem hohen Salzgehalt erfolgreich in Betrieb genommen. Dabei entwickelte das Team in China ein neues Verfahren. Mit der neuen Technik wird nicht nur gereinigtes Wasser zurückgewonnen, sondern es werden auch chemische Substanzen wie beispielsweise Calciumchlorid (CaCl2) isoliert, welche wieder in der Produktion eingesetzt werden können (siehe Kapitel «Highlights 2024» in diesem Geschäftsbericht).

5. Biodiversität & Ökosysteme

Der Themenbereich Biodiversität & Ökosysteme wurde in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als unwesentlich eingestuft. Es wurden keine wesentlichen positiven oder negativen Auswirkungen, Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen identifiziert. Aufgrund einer für die CPH Group AG sehr geringen Bedeutung verzichtet die CPH Group AG auf eine diesbezügliche weiterführende Berichterstattung.

6. Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Strategien im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft

Das Vermeiden und Reduzieren von Abfällen sowie die effiziente Nutzung von Ressourcen sind seit vielen Jahren in die Planung und die Entscheide der Geschäftsbereiche der CPH Group AG integriert. Als wesentliche Chance werden aktuell die Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produkte gesehen.

Die CPH Group AG hat die Ambition, die Entwicklung kreislauffähiger Produkte weiter voranzutreiben und das Abfallaufkommen im Produktionsprozess auf ein Minimum zu reduzieren. Wiederverwendung und Rezyklierbarkeit sind hier ausschlaggebende Massstäbe.

Massnahmen und Mittel im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft

Zeochem trägt zur Vermeidung von Abfällen bei, indem sie einerseits Produktionsabfälle verringert und andererseits verschiedene in der Produktion eingesetzte Materialien rezykliert.

Die bei Zeochem hergestellten Molekularsiebe sind mineralischen Ursprungs. Sie können aufbereitet und mehrfach verwendet werden und bieten den Kunden daher nachhaltige und langlebige Lösungen.

D2O oder Schwerwasser ist ein Standardausgangsmaterial in vielen Isotopenaustauschreaktionen. Am Schweizer Standort wird das gesamte abgereicherte D2O sorgfältig gesammelt, mit dem von Kunden zurückgesandten D2O niedriger Konzentration kombiniert und mithilfe einer speziellen Technologie, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft bei Zeochem angewendet wird, zu konzentriertem und wiederverwendbarem Schwerwasser angereichert.

In den USA nimmt die Zeochem von Kunden verwendete Stahlfässer zurück und bereitet diese für den Wiedereinsatz auf.

Die von Perlen Packaging am Standort in Perlen verwendeten grossen Tankcontainer, die zur Lagerung und zum Transport von Flüssigkeiten dienen (IBC-Container) gehen nach ihrem Gebrauch zurück zum Hersteller zur Wiederaufbereitung. Das in der Produktion in der Schweiz genutzte Vorlaufpapier findet eine Wiederverwendung: Dank seiner Beschichtung absorbiert dieses Papier keine Flüssigkeiten und kann so in Gemüsekisten zum Einsatz kommen. Der am Produktionsstandort in China anfallende PVC-, PE- und PVdC-Abfall wird an ein anderes Unternehmen verkauft, welches daraus Plastikbehälter für Pflanzensetzlinge herstellt.

Die mit den Kunststofffolien von Perlen Packaging hergestellten Medikamentenverpackungen bestehen häufig aus zwei Komponenten: aus beschichteten Kunststofffolien, welche tiefgezogen werden und das Medikament aufnehmen, und aus Aluminiumfolien, durch die das Medikament gedrückt wird. Diese aus unterschiedlichen Komponenten (Kunststoff/Metall) hergestellten Blister sind schwieriger zu recyceln als reine Kunststoffverpackungen. Aus regulatorischen Gründen ist zudem eine zirkuläre Verwendung von pharmazeutischen Verpackungen im Primärkreislauf nicht zulässig.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft

Basierend auf der dargestellten Ambition, hat die CPH Group AG als strategische Ziele bestimmt, den weiteren Ausbau des kreislauffähigen Produktportfolios voranzutreiben, an allen Produktionsstandorten ein systematisches Abfallmanagement zu betreiben, Produktionsabfälle zu minimieren und die Wiederverwendung von Produktionsabfällen, -reststoffen und Verbrauchsmaterialien zu maximieren. Diese strategischen Ziele tragen insbesondere zu einer Reduktion der eingesetzten Rohstoffe und einer damit einhergehenden Reduktion der Treibhausgasemissionen bei.

Ressourcenzuflüsse

Zeochem verwendet sowohl mineralische Rohstoffe und Schwerwasser (D2O) als auch Zwischenprodukte als Ausgangsmaterial für die Produktion.

Perlen Packaging verarbeitet hauptsächlich hartes PVC zu Folien, die in der Regel in der nachgelagerten Wertschöpfungskette zusammen mit Aluminiumfolien zu Blisterverpackungen verarbeitet werden. Das von Perlen Packaging bezogene PVC weist über den gesamten Lebenszyklus betrachtet verglichen mit anderen auf Erdöl basierenden Polymeren einen geringeren CO2-Fussabdruck auf.

Es werden keine wesentlichen Mengen an Rohstoffen eingeführt oder bearbeitet, die als Konfliktmineralien eingestuft werden. Dazu gehören Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. In gewissen Produkten des Bereichs Verpackung werden Zinnstabilisatoren verwendet. Die Lieferanten dieser Stabilisatoren werden durch den Bereich regelmässig überprüft, um sicherzustellen, dass kein Zinn aus Konfliktgebieten bezogen wird und die entsprechenden Regeln der Responsible Minerals Initiative (RMI) eingehalten werden.

Ressourcenabflüsse

Mit dem Ziel, eine Wiederverwertung und effiziente Nutzung von Rohstoffen zu gewährleisten, leistet die CPH Group AG mit ihren Aktivitäten und Produkten einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Wiederverwendung und Rezyklierbarkeit sind hier ausschlaggebende Massstäbe.

Zeochem trägt zur Vermeidung von Abfällen bei, indem sie einerseits Produktionsabfälle verringert und andererseits verschiedene in der Produktion eingesetzte Materialien rezykliert. Dazu gehören beispielsweise Mutterlauge, Molekularsiebe, Stahlfässer, Holzpaletten, Schwerwasser (D2O) und auch die zur Verpackung der Molekularsiebe verwendeten Big Bags. In der Molekularsiebproduktion anfallende feste Abfallstoffe aus Silikat-Aluminium-Ton-Verbindungen werden an Inertstoffdeponien geliefert.

Perlen Packaging engagiert sich für das Rezyklieren von Polyvinylchlorid (PVC). In Müllheim wird der Ausschuss durch prozessbedingten Randabschnitt aus dem Kalander direkt über eine Randstreifenmühle gemahlen und in den Extrusionsprozess zurückgeführt. Dieser Ausschuss wird somit direkt wieder in die Folienproduktion eingebracht, womit ein weiterer positiver Beitrag zur Kreislaufwirtschaft erreicht werden kann. Nicht im eigenen Prozess rezyklierbare Kunststoffe werden entweder von einem Drittanbieter zu Hülsen verarbeitet, auf welche wiederum die Folien aufgewickelt werden, oder sie werden an Rezyklierer verkauft, welche sie zu anderen PVC-Produkten weiterverarbeiten. Über 90 % des PVC-Produktionsausschusses wird einer Wiederverwendung zugeführt.

Abfälle

in Tonnen

2024

2023

Nicht gefährliche Abfälle, Recycling

4 546

5 543

Nicht gefährliche Abfälle, sonstige Verwertung

447

504

Gefährliche Abfälle, Recycling

7

375

Gefährliche Abfälle, sonstige Verwertung

338

304

Total verwerteter Abfall

5 338

6 726

Nicht gefährliche Abfälle, Verbrennung

-

-

Nicht gefährliche Abfälle, Deponierung

611

568

Gefährliche Abfälle, Verbrennung

174

118

Total entsorgter Abfall

785

686

Total Abfall

6 123

7 412

Anteil verwerteter Abfall

87.2 %

90.7 %

Anteil entsorgter Abfall

12.8 %

9.3 %

Total gefährliche Abfälle

519

797

Total radioaktive Abfälle

-

-

Insgesamt konnte die Menge des angefallenen Abfalles reduziert werden. Dazu beigetragen hat insbesondere der unterschiedliche Produktmix bei einem teilweise tieferen Absatzvolumen. Der Anteil der verwerteten Abfälle lag nahezu unverändert bei hohen 87.2 % (Vorjahr: 90.7 %) aufgrund eines hohen Recycling-Anteils.

7. Eigene Belegschaft

Strategie

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Der weltweite Erfolg der CPH Group AG wird weitgehend durch das Wissen, das Können sowie die Motivation der Mitarbeitenden bestimmt. Entsprechend verantwortungsbewusst verhält sich das Unternehmen an allen Standorten gegenüber seinen Mitarbeitenden. Es geht dies im Rahmen des Personalmanagements (HR) aktiv an und berücksichtigt laufend dieser Zielsetzung entgegenwirkende Risiken.

Die CPH Group AG toleriert keine Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Nationalität, Invalidität, Alter, sexueller Ausrichtung, körperlicher oder geistiger Behinderung, Familienstand, politischen Ansichten oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen. Alle Formen von physischer oder psychischer Gewalt, Mobbing oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sind untersagt. Die CPH Group AG duldet keine Form von Menschenrechtsverletzungen wie beispielsweise Menschenhandel, Zwangs- und Kinderarbeit.

Die CPH Group AG regelt ihre HR-Aspekte im Rahmen ihres Leitbilds und ihres Personalreglements. Über alle Geschäftsbereiche und Standorte hinweg erfüllt die CPH Group AG die grundlegenden internationalen Arbeitsstandards und hält die nationalen und lokalen Arbeits- beziehungsweise -sicherheitsgesetze und -regularien ein.

Die Ambition der CPH Group AG ist, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu fördern und somit auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben. Insbesondere die Aspekte Mitarbeitergewinnung sowie Mitarbeiterbindung und Wissenstransfer stellen dabei zentrale HR-Herausforderungen dar. In einer Zeit, in der der Arbeitsmarkt in manchen Regionen von einem bedeutsamen Fachkräftemangel geprägt ist und die Belegschaft zunehmend altert, werden der Wissenstransfer und die effektive Mitarbeitergewinnung zu einem entscheidenden Faktor für den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Entsprechende Massnahmen sind im Folgenden aufgeführt.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Strategien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft

In Anlehnung an die Ambition der CPH Group AG, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu fördern und als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben, hat die CPH Group AG 2024 folgende sechs strategische Handlungsfelder definiert: Arbeitssicherheit, Engagement der Belegschaft, verstärkte Rekrutierungen und bedarfsorientierte Weiterbildungen, Nachfolgeplanung für alle Kader- und Schlüsselpositionen, Vielfalt am Arbeitsplatz sowie marktgerechte Löhne. Höchste Priorität hat der Schutz der Mitarbeitenden vor betriebsbedingten Unfällen und entsprechend weiterhin möglichst tiefe betriebsbedingte Unfallzahlen. Mehr Informationen dazu finden sich im Unterkapitel «Gesundheitsschutz und Sicherheit».

Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitnehmenden des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen

Eine offene Kommunikationskultur, eine Führung, welche die Unternehmenswerte vorlebt, und ein sicheres, gesundes und vielfältiges Arbeitsumfeld bilden die Basis für den Einbezug der Mitarbeitenden und ihre Identifikation mit den Arbeitsinhalten und dem Unternehmen.

Unternehmensinformationen werden unter anderem in Form von persönlichen Unterredungen, Mitarbeiterversammlungen, über das Intranet, das Mitarbeitermagazin und Aushänge vermittelt. Mitarbeitergespräche finden jährlich statt. Die Arbeitnehmervertreter der einzelnen Standorte werden im Rahmen der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen miteinbezogen.

Mit dem Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) werden in der gesamten CPH Group AG Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen identifiziert und umgesetzt, welche die Qualität von Produkten und Dienstleistungen verbessern sowie die Zufriedenheit von Kunden und die Einbindung der Mitarbeitenden erhöhen. Jede Idee zählt, welche Abläufe optimiert, Energie spart, die Umwelt und Ressourcen schont, zur Sicherheit beiträgt, das Arbeitsklima verbessert oder das Finanzergebnis erhöht. Die Verbesserungsvorschläge werden in einem klar strukturierten Prozess evaluiert. Erfahrungsgemäss wird die Hälfte der eingereichten Ideen in der Praxis umgesetzt. Der KVP ist zudem auch in die individuellen Leistungsziele integriert und wird in den Bereichen jährlich geschult.

2024 wurden 680 auf der KVP-Systematik basierende Verbesserungsvorschläge eingereicht (2023: 720).

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitnehmenden des Unternehmens Bedenken äussern können

Die CPH Group AG verfügt über ein extern zugängliches Whistleblowing-System, welches nach Deutschland und der Schweiz auch an allen globalen Standorten ausgerollt wird. Mit diesem System haben Mitarbeitende die Möglichkeit, auf anonymer Basis allfällige Bedenken zu äussern. Darüber hinaus besteht nach wie vor die Möglichkeit, sich intern an die jeweilige Personalleitung zu wenden.

Im Berichtsjahr wurde eine betriebliche Sozialberatung in der Schweiz etabliert. Dieses Programm gibt den Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich bei beruflichen (beispielsweise Probleme am Arbeitsplatz, Mobbing), gesundheitlichen (beispielsweise psychische Probleme oder Burnout) und privaten Schwierigkeiten (beispielsweise finanziell, familiär) an eine neutrale Stelle zu wenden. Mit einem spezialisierten Partner wird der Belegschaft eine professionelle Beratungsstelle zur Seite gestellt. Mit der betrieblichen Sozialberatung setzt sich die CPH Group AG in der Schweiz präventiv dafür ein, dass Gesundheit, Motivation und Leistungsvermögen der Mitarbeitenden bewahrt und gestärkt werden.

Ergreifung von Massnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitnehmenden des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Massnahmen

Um die Mitarbeitenden vor Unfällen zu schützen und die Anzahl der Arbeitsunfälle weiterhin tief zu halten, hat jeder Standort einen Verantwortlichen für Arbeitssicherheit und es werden regelmässig Arbeitssicherheitsschulungen durchgeführt. Ausserdem können Ansätze zur Verbesserung der Arbeitssicherheit über den etablierten Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) adressiert werden. Falls Unfälle passieren, werden diese in einem definierten Prozess analysiert, um sie künftig präventiv vermeiden zu können. Diese und weitere Massnahmen werden fortgeführt und bei Bedarf laufend angepasst.

Zur angestrebten weiteren Stärkung des Engagements der Mitarbeitenden sieht die CPH Group AG vor allem das Ableiten von konkreten Massnahmen aus der nächsten Mitarbeiterumfrage vor, die im Jahr 2025 vorgesehen ist. Die CPH Group AG führt diese Mitarbeiterumfragen standardmässig alle drei Jahre durch. Sie decken die Themen Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitsumfeld und berufliche Entwicklung, Führung, Kommunikation, Innovation, Kunden, Strategie und Engagement ab. An der letzten Befragung im Jahr 2022 nahmen 82 % der Mitarbeitenden teil, das waren 11 % mehr als bei der vorangegangenen Umfrage von 2019. In den unterschiedlichen Themenbereichen wurden 2022 mindestens die bereits hohen Zustimmungswerte der Umfrage von 2019 erreicht. Die grösste Zustimmung mit 80 % bis 89 % erhielten die Themen Kunden, Innovation, Führung, Arbeitsumfeld und berufliche Entwicklung.

Ebenfalls Priorität haben auch weiterhin die Sicherstellung von bedarfsorientierten Weiterbildungen und die systematische Nachfolgeplanung für alle Kader- und Schlüsselpositionen. Nebst den notwendigen Arbeitssicherheitsschulungen haben die Mitarbeitenden auch die Möglichkeit, an individuellen berufsbezogenen Kursen teilzunehmen.

Die CPH Group AG strebt an, auch weiterhin ein attraktives Arbeitsumfeld anbieten zu können, in dem die Mitarbeitenden ihr individuelles Potenzial entfalten können (mehr Details dazu finden sich im Abschnitt «Vielfalt am Arbeitsplatz»). Die entsprechende Salärpolitik soll auch zukünftig marktgerechte Löhne umfassen (vgl. Abschnitt «Salärpolitik»). Eine weitere Massnahme ist die laufende Prüfung der Optionen zur Erweiterung der Lohnnebenleistungen (Fringe Benefits).

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft

Die Ziele in den einzelnen Themenfeldern wurden bereits im vorherigen Abschnitt im Zusammenhang mit den Massnahmen erläutert. Eine Vertiefung erfolgt im Folgenden mit der Darstellung der Merkmale der Mitarbeitenden der CPH Group AG.

Kennzahlen zu den Mitarbeitenden des Unternehmens

Mitarbeitende nach Region

in VBE

31.12.2024

31.12.2023

Schweiz

255

255

Restliches Europa

204

208

Nord- und Südamerika

187

192

Asien

313

186

Total

959

841

Mitarbeitende nach Bereich

in VBE

31.12.2024

31.12.2023

Chemie

406

283

Verpackung

546

551

CPH

7

7

Total

959

841

Mitarbeitende nach Funktion

in VBE

31.12.2024

31.12.2023

Produktion

548

533

Logistik

106

58

Forschung & Entwicklung, Qualität

59

52

Marketing & Verkauf

131

99

Personal, Einkauf, Finanzen

115

99

Total

959

841

Firmenzugehörigkeit

31.12.2024

31.12.2023

Bis 5 Jahre

57.9 %

56.7 %

6 bis 10 Jahre

19.0 %

19.5 %

11 bis 20 Jahre

12.7 %

11.3 %

Mehr als 20 Jahre

10.4 %

12.5 %

Fluktuation nach Bereich

2024

2023

Chemie

17.8 %

12.3 %

Verpackung

8.4 %

12.3 %

Total

11.9 %

12.2 %

Fluktuation nach Region

2024

2023

Europa

5.7 %

5.6 %

Nord- und Südamerika

18.9 %

31.5 %

Asien

18.8 %

11.4 %

Total

11.9 %

12.2 %

Die Fluktuation ist im Berichtsjahr leicht zurückgegangen. Durch gezielte Massnahmen konnte diese insbesondere in Nord- und Südamerika deutlich gesenkt werden, während der erstmalige Einbezug einer gekauften Tochtergesellschaft in Indien dagegenwirkte.

Tarifvertragliche Abdeckung

Am Schweizer Standort Perlen gilt für Perlen Packaging ein Gesamtarbeitsvertrag. Dieser deckt 202 Mitarbeitende ab. Am Standort in Müllheim (Deutschland) mit 161 Mitarbeitenden lehnt man sich an die Tarifregelung der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IGBCE) an. Im Übrigen wurden Einzelarbeitsverträge abgeschlossen.

Vielfalt am Arbeitsplatz

Mitarbeitende nach Geschlecht

31.12.2024

31.12.2023

Frauen

25.2 %

22.8 %

Männer

74.8 %

77.2 %

Mitarbeitende nach Alter

31.12.2024

31.12.2023

Bis 30 Jahre

19.9 %

18.3 %

31 bis 50 Jahre

54.5 %

54.8 %

Mehr als 50 Jahre

25.6 %

26.9 %

In der CPH Group AG sollen alle Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entfalten können, ungeachtet des Alters, des Geschlechts oder sonstiger Kriterien. Die CPH Group AG betreibt deshalb eine faire und diskriminierungsfreie Anstellungspraxis; entscheidend bei der Anstellung, Fortbildung und Beförderung sind die individuellen Leistungen, Kompetenzen und Potenziale der Mitarbeitenden am jeweiligen Arbeitsplatz.

Die Zusammenarbeit in multikulturellen Teams wird aktiv gelebt und gefördert; dies ist der CPH Group AG auch deshalb ein besonderes Anliegen, da per Ende des Berichtsjahres 73 % der Mitarbeitenden an Standorten ausserhalb der Schweiz für das Unternehmen tätig sind. Per Ende 2024 waren Mitarbeitende aus 44 Nationen (2023: 46) in der CPH Group AG beschäftigt.

Ende 2024 zählte die CPH Group AG mit den verbleibenden Bereichen Chemie und Verpackung 959 Mitarbeitende, 118 mehr als im Vorjahr. Die Zunahme ist auf Akquisitionen zurückzuführen. 27 % der Arbeitnehmenden arbeiteten an den Standorten in der Schweiz.

Der Frauenanteil in der Belegschaft stieg 2024 auf 25.2 % gegenüber 22.8 % im Vorjahr. Zur optimalen Personalbeschaffung soll im Rahmen der Verfügbarkeit der entsprechenden Fachkräfte die Diversität weiter gefördert werden, wobei bei der Evaluation neben Diversitätsaspekten Kriterien wie Leistungsnachweis, Erfahrung und Kompetenz im Vordergrund stehen.

Salärpolitik

Die CPH Group AG verfolgt eine faire, transparente und nachvollziehbare Salärpolitik, die sich an den lokalen und regionalen Gepflogenheiten ausrichtet. Diese Salärpolitik strebt marktgerechte Löhne an, welche die Anforderungen, die Leistung, die Ergebnisse und das Verhalten berücksichtigen. Sie honoriert überdurchschnittlichen Einsatz, z.B. mit Prämien oder bei Führungspositionen mit einem variablen Lohnbestandteil. Dieser ist an das Erreichen von individuell festgelegten Leistungszielen sowie an das finanzielle Ergebnis der Gruppe bzw. des jeweiligen Geschäftsbereichs gekoppelt. An den Standorten in der Schweiz – und, wo sinnvoll, auch in den anderen Ländern – wird jährlich (bei den Mitgliedern der Gruppenleitung und den Geschäftsleitungen alle drei Jahre) überprüft, ob die Gehälter marktgerecht ausgestaltet sind. So soll sichergestellt werden, dass kein Mitarbeitender ein unangemessenes Salär zugesprochen erhält.

Soziale Absicherung

Die CPH Group AG bietet ihren Mitarbeitenden Unterstützung an bezüglich Unfall, Krankheit, Mutterschafts- oder Vaterschaftsurlaub sowie des Zugangs zur Gesundheitsversorgung. Der entsprechende Leistungsumfang richtet sich nach den lokalen Anforderungen und Gepflogenheiten an den jeweiligen Betriebsstandorten. Dies gilt auch für die Personalvorsorgepläne. In der Schweiz sind die Mitarbeitenden in einer nach dem Beitragsprimat ausgestalteten Pensionskasse versichert. Deren Deckungsgrad betrug Ende 2024 122 % (Ende 2023: 119 %). Zudem besteht ein patronaler Hilfsfonds, welcher bei Bedarf unter anderem Mitarbeitende und deren Angehörige in der Schweiz unterstützen kann. Seit 2024 verfügt die CPH Group AG zudem über eine betriebliche Sozialberatung.

Aus- und Weiterbildungen sowie Kompetenzentwicklung

Lernende in Ausbildung, Praktikanten und Werkstudenten

in Köpfen

31.12.2024

31.12.2023

Schweiz

12

12

Deutschland

12

5

Andere Länder

5

8

Total Lernende in Ausbildung

29

25

Die Berufsausbildung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben und der Volkswirtschaft mit qualifizierten Berufsleuten aufrechtzuerhalten sowie neue Mitarbeitende im Rahmen der verstärkten Bemühungen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeitender und der Besetzung von vakanten Stellen zu gewinnen. Die CPH Group AG übernimmt mit dem Engagement in der beruflichen Grundbildung an den Standorten in der Schweiz und in Deutschland gesellschaftliche Verantwortung. Zeochem hat in der Schweiz eine Kooperation mit der ETH Zürich für Studierende aufgebaut, während Perlen Packaging in Deutschland Praktika für Ingenieure in Ausbildung anbietet. Weitere Praktika oder die Unterstützung bei Bachelorarbeiten werden abhängig von den betrieblichen Möglichkeiten bereitgestellt.

Ende 2024 waren 29 Lernende (Ende 2023: 25) in der Grundausbildung in den Berufen Anlagenführer, Automatiker, Chemielaboranten, Informatiker, kaufmännische Angestellte, Logistiker, Polymechaniker sowie Produktions- und Verfahrensmechaniker. Im Jahr 2024 schlossen 8 Lernende (2023: 19) ihre Ausbildung erfolgreich ab, davon konnten im Berichtsjahr deren 5 in den Betrieben weiterbeschäftigt werden.

Perlen Packaging hat 2024 am Standort in Perlen insgesamt 8 erwachsene Lernende in der Produktion und der Logistik beschäftigt, die eine berufsbegleitende Nachholbildung absolvieren. Diese wird mit einem sogenannten eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen. Voraussetzung dafür ist das erfolgreiche Absolvieren des unternehmensintern angebotenen Deutschkurses, der allen Mitarbeitenden offensteht. Die vier ersten erwachsenen Lernenden schlossen im Sommer 2024 ihre Lehre ab. Die Perlen Packaging erkannte frühzeitig den Bedarf an dieser Nachholbildung für Erwachsene, weil zahlreiche Mitarbeitende über geringe Deutschkenntnisse und über keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung verfügen. Mit diesem pionierhaften Engagement als Erwachsenenbildner kann der Bereich nicht nur dem Fachkräftemangel entgegenwirken, sondern auch einen Beitrag zur Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz leisten. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern angeboten.

Die CPH Group AG bietet ihren Mitarbeitenden im Rahmen einer gezielten Kompetenzentwicklung die Möglichkeit, an internen Schulungen und externen Weiterbildungen teilzunehmen. Dazu gehören unter anderem Schulungen zu Sicherheitsthemen wie das umsichtige Fahren von Gabelstaplern oder Cybersicherheit, aber auch individuell vereinbarte berufsbezogene Kurse wie unter anderen solche zu Nachhaltigkeitsthemen. Um die bedarfsorientierte Weiterbildung sicherzustellen und die Entwicklung der Mitarbeitenden zu fördern, nehmen alle Arbeitnehmenden an einer regelmässigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilung teil.

Jeder Mitarbeitende des Unternehmens nahm im Durchschnitt im Jahr 2024 während 1.9 Tagen (2023: 2.0 Tage) an internen Schulungen und externen Weiterbildungen teil. Insgesamt investierte die CPH Group AG 2024 CHF 0.6 Mio. (2023: CHF 0.9 Mio.) in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.

Die Führungskräfte spielen beim Erreichen der Unternehmensziele eine wichtige Rolle. Das Unternehmen unterstützt seine Kadermitglieder in ihren jeweiligen Karriereplänen. Die CPH Group AG hat dabei den Anspruch, mindestens ein Drittel der vakanten Kaderpositionen mit internen Kandidatinnen und Kandidaten zu besetzen. 2024 waren es 28 %. Die Nachfolge aller Kaderpositionen wird von der gruppenweiten Personalleitung gesteuert und durch den Fachausschuss «Personal und Entschädigung» überwacht.

Seit 2022 betreibt das Unternehmen die «CPH Academy» zur Förderung von Kadern und Schlüsselpositionen. Gemeinsam mit zwei externen Anbietern von Seminaren und E-Learning-Tools werden deren Unternehmensentwicklungs-, Führungs-, Kommunikations-, Fach- und Selbstkompetenz gezielt weiterentwickelt. 2024 nahmen insgesamt 69 Mitarbeitende an solchen Seminaren und E-Kursen teil, 2023 waren es 88 Teilnehmende.

Gesundheitsschutz und Sicherheit

Arbeitsausfälle

2024

2023

Anzahl Arbeitsunfälle

20

17

Anzahl Todesfälle

-

-

Unfallbedingte Abwesenheit

0.2 %

0.1 %

Krankheitsbedingte Abwesenheit

2.6 %

3.1 %

Bei der CPH Group AG haben die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden höchste Priorität. Entsprechend soll die Anzahl betriebsbedingter Unfälle weiterhin möglichst tief gehalten werden. Deshalb fallen sämtliche Mitarbeitende des Unternehmens unter das Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit. Jeder Standort verfügt über einen eigenen Sicherheitsbeauftragten, die Produktionsstandorte zusätzlich über ausgebildete Sanitätsmitarbeitende.

Im Bereich der Arbeitssicherheit fanden auch 2024 Schulungen durch die entsprechenden Verantwortlichen an allen Standorten statt. Stellen Mitarbeitende potenzielle oder tatsächliche Sicherheitsmängel im Produktionsprozess fest, melden sie diese entweder unmittelbar ihrem Vorgesetzten oder reichen einen entsprechenden Verbesserungsvorschlag über den etablierten Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ein. So werden die bestehenden Arbeitssicherheitsmassnahmen fortgeführt und bei Bedarf jeweils angepasst.

Allenfalls eintretende betriebsbedingte Ereignisse werden jeweils systematisch analysiert, um zukünftige Unfälle zu verhindern. Zu diesen betriebsbedingten Ereignissen zählt die CPH Group AG auch geringfügige Vorfälle wie Schnittwunden und Schürfungen, die im Berichtsjahr den Grossteil der Arbeitsunfälle ausmachten. Das Unternehmen strebt an, in jedem Geschäftsjahr jegliche Unfälle zu vermeiden. Erkrankte Mitarbeitende werden im Rahmen der lokalen gesetzlichen Möglichkeiten begleitet.

Die Mitarbeitenden können zahlreiche Angebote zur Gesundheitsprävention nutzen. Dazu gehören beispielsweise kostenlose Grippeimpfungen. Einige Standorte unterstützen die persönliche Fitness der Mitarbeitenden: Sie beteiligten sich an Fitnessabos oder machten mit am «Bike to Work»-Programm, welches die Mitarbeitenden dazu motiviert, den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen, oder verfügen über einen standorteigenen Freizeitfussballclub. Des Weiteren organisierten sie gemeinsame Aktivitäten wie die Teilnahme an Volksläufen.

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

Mitarbeitende nach Pensum

31.12.2024

31.12.2023

Vollzeit

93.2 %

92.8 %

Teilzeit

6.8 %

7.2 %

Der CPH Group AG ist ein ausgewogenes Berufs- und Privatleben der Mitarbeitenden wichtig. Sie bietet, wo möglich, Teilzeitarbeit, Gleitzeit, Sabbaticals und Pensionsvorbereitungskurse an. Infolge von Mutter- oder Vaterschaftsurlaub waren 2024 0.8 % der Belegschaft abwesend (2023: 0.8 % ).

Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung

Der Grundsatz «Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» ist sowohl in der Schweizer Bundesverfassung als auch im Schweizer Gleichstellungsgesetz verankert. Entsprechend verfolgt die CPH Group AG eine marktgerecht ausgestaltete Salärpolitik. Die CPH Group AG hat die Lohngleichheit in den entsprechenden Betrieben von Perlen Packaging mit mehr als 100 Mitarbeitenden 2021 analysiert und von einem externen Revisor überprüfen lassen. Der Bereich lag bei der Lohngleichheit innerhalb der geforderten Toleranzwerte.

Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

Wie bereits 2023 hat die CPH Group AG auch 2024 weder gemeldete Fälle von Diskriminierung (einschliesslich Belästigung) noch schwerwiegende Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte (wie beispielsweise Zwangsarbeit, Menschenhandel oder Kinderarbeit) festgestellt. Entsprechend fielen keine daraus resultierenden Geldbussen, Sanktionen oder Schadenersatzzahlungen an.

8. Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

Der Themenbereich Arbeitskräfte in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette wurde in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als unwesentlich eingestuft. Es wurden keine wesentlichen positiven oder negativen Auswirkungen, Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette identifiziert.

Trotzdem hat die CPH Group AG die Ambition, ihr nachhaltiges Lieferantenmanagement kontinuierlich zu verbessern, womit die relevanten Regulierungen übertroffen werden sollen.

Für Zeochem und Perlen Packaging ist der jeweils gültige Code of Conduct öffentlich auf der Website der Gruppe (https://cph.ch/de/investors/documentation/) öffentlich einsehbar. Darin ist festgehalten, dass von jedem Geschäftspartner, mit dem die CPH Group AG eine Geschäftsbeziehung unterhält, ein gleiches ethisches Verhalten erwartet wird. Sollten Verdachtsmomente aufkommen, können Meldungen an die CPH Group AG über jederzeit zugängliche Kanäle (siehe https://cph.ch/de/contacts/) gemacht werden.

Die Zulieferer von Zeochem und von Perlen Packaging sollen sich zudem gemäss dem jeweiligen Supplier Code of Conduct verpflichten, die Interessen der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette angemessen zu berücksichtigen. Die CPH Group AG duldet keine Form von Menschenrechtsverletzungen wie beispielsweise Menschenhandel, Zwangs- und Kinderarbeit. Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurden seitens der CPH Group AG keine Verstösse dagegen verzeichnet und auch keine begründeten Verdachtsfälle identifiziert.

9. Betroffene Gemeinschaften

Der Themenbereich Betroffene Gemeinschaften wurde in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als unwesentlich eingestuft. Es wurden keine wesentlichen positiven oder negativen Auswirkungen, Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften in der Wertschöpfungskette identifiziert. Die CPH Group AG hat im Berichtsjahr keine negativen Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit auf die Standortgemeinden festgestellt. Das Unternehmen ist an keinem seiner Standorte in einer Region vertreten, die von indigenen Völkern bewohnt ist. Aufgrund einer für die CPH Group AG sehr geringen Bedeutung verzichtet die CPH Group AG auf eine diesbezügliche weiterführende Berichterstattung.

10. Verbraucher und Endnutzer

Der Themenbereich Verbraucher und Endnutzer wurde in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als unwesentlich eingestuft. Es wurden keine wesentlichen positiven oder negativen Auswirkungen, Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern in der Wertschöpfungskette identifiziert. Dazu trägt bei, dass die Kunden der CPH Group AG andere Industrieunternehmen sind und die Produkte der CPH Group AG von Verbrauchern oder Endnutzern nicht direkt erworben werden können.

Dennoch ist es der CPH Group AG ein wichtiges Anliegen, jederzeit höchste Standards für die Produktqualität und Produktsicherheit einzuhalten. Mit einer Kombination von nachhaltigem Wirtschaften, ethischem Verhalten, Qualitätskontrolle und partnerschaftlicher Zusammenarbeit soll sichergestellt werden, dass das eigene Geschäftsmodell die zu erwartenden positiven Auswirkungen bei den Verbrauchern und Endnutzer entfalten kann.

11. Governance

Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane in Bezug auf die Unternehmensführung und das Fachwissen der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane in Bezug auf Aspekte der Unternehmensführung werden im Corporate-Governance-Kapitel dieses Geschäftsberichts dargestellt.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Unternehmenskultur und Strategien für die Unternehmensführung

Die langfristige Wertschöpfung der CPH Group AG beruht auf einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, welche die Interessen der Kunden, Mitarbeitenden, Aktionäre und der weiteren Interessengruppen einbezieht. Die CPH Group AG ist bestrebt, ein ethisches Geschäftsverhalten sicherzustellen, und betreibt ein aktives Management von Nachhaltigkeitsthemen in der gesamten Wertschöpfungskette.

Zeochem und Perlen Packaging verfügen über einen für alle gültigen Code of Conduct, der auf der Website der Gruppe (https://cph.ch/de/investors/documentation/) öffentlich einsehbar ist. Diese Codes of Conduct decken jeweils vielfältige Aspekte der Unternehmensethik und Unternehmenskultur ab, wie beispielsweise Aspekte der Diskriminierung und Chancengleichheit, Sicherheit am Arbeitsplatz, Datenschutz, Menschenrechte, Korruption, den Umgang mit Interessenkonflikten, Sponsoring und Spenden, fairen Wettbewerb und den Schutz von Hinweisgebern.

Sollten Verdachtsmomente aufkommen, können Meldungen an die CPH Group AG über jederzeit zugängliche Kanäle (siehe https://cph.ch/de/contacts/) gemacht werden.

Management der Beziehungen zu Lieferanten

Zeochem und Perlen Packaging weisen traditionell enge, vertrauensvolle und oftmals auch langjährige Geschäftsbeziehungen zu ihren Lieferanten auf. Entsprechend vertraut sind Zeochem und Perlen Packaging mit den Anforderungen und Gepflogenheiten ihrer Lieferanten. Institutionell sind diese Geschäftsbeziehungen im jeweiligen Code of Conduct sowie im entsprechenden Supplier Code of Conduct der Bereiche geregelt. Zudem führen Zeochem und Perlen Packaging regelmässige Audits ihrer Lieferanten durch. Sowohl die CPH Group AG als auch Zeochem und Perlen Packaging halten sich gegenüber ihren Lieferanten an die vertraglich vereinbarten oder gesetzlich vorgesehenen Zahlungsfristen.

Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung

Das Risikomanagement der CPH Group AG wird im Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts detailliert beschrieben, inklusive der wesentlichen Risiken. Die Risiken werden aus Sicht der CPH Group AG mit Fokus auf die möglichen Auswirkungen auf das Geschäft betrachtet und bewertet. Die Risikoidentifizierung und die zugehörige Massnahmenplanung werden in einem zweistufigen Prozess in den Geschäftsbereichen und aggregiert auf Gruppenebene durchgeführt. Es sind für die Themenbereiche Umwelt, Menschenrechtsverletzungen, Soziales, Korruption und Arbeitnehmerbelange keine wesentlichen Risiken erkennbar, die unmittelbare Mitigationsmassnahmen erfordern würden. Die CPH Group AG verbessert den Risikomanagementprozess laufend und aktualisiert das Risikoinventar entsprechend der Relevanz für das Geschäft.

Im Berichtsjahr wurden insbesondere keine Verstösse gegen Wettbewerbsrecht und keine Korruptionsfälle im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit festgestellt. Durch die überschaubaren Charakteristiken der Geschäftsbereiche und eine enge Führung stuft die CPH Group AG unter anderem das Risiko für Korruption als niedrig ein. Entsprechend sieht das Unternehmen keinen weiteren Handlungsbedarf.

Kennzahlen und Ziele

Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten

Die CPH Group AG hat im Berichtsjahr punktuell politische Zuwendungen getätigt. Dies im Sinne einer finanziellen Unterstützung oder Sachleistungen, die politischen Parteien, ihren gewählten Vertretern oder Personen, die ein politisches Amt anstreben, direkt zur Verfügung gestellt wurden. Die CPH Group AG ist Mitglied bei der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) sowie bei economiesuisse, dem Dachverband der Schweizer Wirtschaft.

Zahlungspraktiken

Die CPH Group AG hält sich an die vertraglich vereinbarten oder gesetzlich vorgesehenen Zahlungsfristen. Sowohl per Ende 2023 als auch per Ende 2024 waren keine Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzug der Gesellschaften der CPH Group AG hängig.

Qualitätsnormen der Produktionsstandorte

Zeochem

Perlen Packaging

Rüti CH

Louisville USA

Donghai CN

Zvornik BA

Vadodara IND

Perlen CH

Müllheim D

Whippany USA

Suzhou CN

Anápolis BR

ISO 9001

ISO 14001 (Umwelt)

ISO 15378 (GMP)

ISO 50001 (Energie)

ISO 45001 (Sicherheit)

FDA, USA DM Nr. 10686, 9072 und 30501