Bericht der Revisionsstelle

Bericht zur Prüfung der Konzern­rechnung

Prüfungsurteil

Wir haben die Konzernrechnung der CPH Group AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der konsolidierten Erfolgsrechnung für das am 31. Dezember 2024 endende Jahr, der konsolidierten Bilanz zum 31. Dezember 2024, der konsolidierten Geldflussrechnung und der Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals für das dann endende Jahr sowie dem Anhang der Konzernrechnung, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.

Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der konsolidierten Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie dessen konsolidierter Ertragslage und Cashflows für das dann endende Jahr in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Konzernrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den Anforderungen des Berufsstands, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Unser Prüfungsansatz

Überblick

Gesamtwesentlichkeit Konzernrechnung: CHF 4 500 000

Es wurden bei 10 Gruppengesellschaften in 6 Ländern Prüfungen («FullScope Audits») durchgeführt. Bei einer zusätzlichen Gesellschaft wurden spezifische Prüfungshandlungen durchgeführt. Diese Prüfungen decken 95 % des Nettoumsatzes des Konzerns ab.

Als besonders wichtige Prüfungssachverhalte haben wir folgende Themen identifiziert:

  • Beurteilung der Angemessenheit der Rückstellungen für Umweltschutzmassnahmen.
  • Behandlung der Ausgliederung des Papiergeschäftes.

Wesentlichkeit

Der Umfang unserer Prüfung ist durch die Anwendung des Grundsatzes der Wesentlichkeit beeinflusst. Unser Prüfungsurteil zielt darauf ab, hinreichende Sicherheit darüber zu geben, dass die Konzernrechnung keine wesentlichen falschen Darstellungen enthält. Falsche Darstellungen können beabsichtigt oder unbeabsichtigt entstehen und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieser Konzernrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen können.

Auf der Basis unseres pflichtgemässen Ermessens haben wir quantitative Wesentlichkeitsgrenzen festgelegt, so auch die Wesentlichkeit für die Konzernrechnung als Ganzes, wie nachstehend aufgeführt. Die Wesentlichkeitsgrenzen, unter Berücksichtigung qualitativer Erwägungen, erlauben es uns, den Umfang der Prüfung, die Art, die zeitliche Einteilung und das Ausmass unserer Prüfungshandlungen festzulegen sowie den Einfluss wesentlicher falscher Darstellungen, einzeln und insgesamt, auf die Konzernrechnung als Ganzes zu beurteilen.

Gesamtwesentlichkeit Konzernrechnung

CHF 4 500 000

Bezugsgrösse

Nettoumsatz

Begründung für die Bezugsgrösse zur Bestimmung der Wesentlichkeit

Als Bezugsgrösse zur Bestimmung der Wesentlichkeit wählten wir den Nettoumsatz, da dieser aus unserer Sicht angesichts der volatilen Ertragslage des Konzerns in den letzten Jahren eine angemessene Grösse ist. Zudem stellt der Nettoumsatz eine allgemein anerkannte Bezugsgrösse für Wesentlichkeitsüberlegungen dar.

Umfang der Prüfung

Zur Durchführung angemessener Prüfungshandlungen haben wir den Prüfungsumfang so ausgestaltet, dass wir ein Prüfungsurteil zur Konzernrechnung als Ganzes abgeben können, unter Berücksichtigung der Konzernorganisation, der internen Kontrollen und Prozesse im Bereich der Rechnungslegung sowie der Branche, in welcher der Konzern tätig ist.

Die Prüfungsstrategie für die Konzernprüfung wurde unter der Berücksichtigung der Arbeiten durch den Konzernabschlussprüfer sowie durch die Teilbereichsprüfer aus dem PwC-Netzwerk und einem Drittprüfer festgelegt. Wurden Prüfungen von Teilbereichsprüfern durchgeführt, haben wir als Konzernabschlussprüfer eine ausreichende Einbindung in die Prüfung sichergestellt, um zu beurteilen, ob aus den Tätigkeiten der Teilbereichsprüfer zu den Finanzinformationen der Teilbereiche ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für das Konzernprüfungsurteil erlangt wurden. Diese Einbindung des Konzernabschlussprüfers basierte auf Prüfungsinstruktionen und einer standardisierten Berichterstattung. Sie umfasste zudem Telefonkonferenzen mit den Teilbereichsprüfern sowie Teilnahme an Besprechungen zur Revision bei ausgewählten Teilbereichen, an denen auch das lokale Management, der lokale Prüfer und selektiv Vertreter des Konzerns teilnahmen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemässen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung der Konzernrechnung des Berichtszeitraumes waren. Diese Sachverhalte wurden im Kontext unserer Prüfung der Konzernrechnung als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu adressiert, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Beurteilung der Angemessenheit der Rückstellungen für Umweltschutzmassnahmen

Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Auf den Bilanzstichtag bestehen kurz- und langfristig Rückstellungen für Umweltschutzmassnahmen im Umfang von CHF 22.8 Mio. im Zusammenhang mit der Aufgabe und dem Verkauf des Produktionsstandortes Uetikon sowie mit Sanierungs- und Kostenübernahmepflichten verschiedener Deponien und Grundstücke.

Aufgrund des Umfangs der künftig anfallenden Kosten für die Umweltschutzmassnahmen sowie der erheblichen, den Berechnungen zugrunde liegenden Schätzungen erachten wir die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Rückstellungen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt.

Ausführungen zu den Rückstellungen für Umweltschutzmassnahmen finden sich in den Ziffern 7 und 20 des Anhangs der Konzernrechnung.

Unser Prüfungsvorgehen

Wir haben folgende Prüfungshandlungen vorgenommen:

  • Durchsicht und Beurteilung von Memoranden und Aktennotizen der Geschäftsleitung zur Höhe der bilanzierten Rückstellungen.
  • Stichprobenweise Prüfung der Berechnungen und der Annahmen der geschätzten Aufwendungen für die Umweltschutzmassnahmen.
  • Einsichtnahme in die den Berechnungen zugrundeliegenden Auftragsvergaben, Gutachten und Angebote sowie in die Korrespondenz, die Protokolle und Kostenübersichten.
  • Besprechungen mit der Geschäftsleitung und dem Fachausschuss Finanzen und Revision.
  • Beurteilung, ob die Offenlegung der Rückstellungen den Vorgaben von Swiss GAAP FER entsprechen.

Aufgrund unserer Prüfungsergebnisse erachten wir das von der Geschäftsleitung gewählte Vorgehen zur Erfassung und Offenlegung der Rückstellungen für Umweltschutzmassnahmen als angemessen.

Behandlung der Ausgliederung des Papiergeschäftes

Besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Am 20. Juni 2024 haben die Aktionäre beschlossen, die bestehende CPH Gruppe in zwei unabhängige Unternehmen und zwar der börsenkotierten CPH Group AG und der nichtkotierten, neu gegründeten Perlen Industrieholding AG aufzuteilen. Die Aufteilung erfolgte durch die Ausschüttung des Papiergeschäftes inklusive Immobiliengesellschaften mittels Kapitalherabsetzung und Sachdividende, indem am 25. Juni 2024 jedem bisherigen Aktionär der CPH Group AG je CPH-Aktie eine Aktie der Perlen Industrieholding AG zugeteilt wurde.

Die Ausgliederung des Papiergeschäftes ist ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, weil dieser einen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung hat und spezifische Anhangsangaben erfordert. Der nicht liquiditätswirksame Aufwand aus der Ausgliederung des Papiergeschäftes beläuft sich auf CHF 22.3 Mio. und reduziert dementsprechend das Nettoergebnis des CPH Group AG Konzerns.

Ausführungen zur Transaktion finden sich in der Ziffer 34 des Anhangs der Konzernrechnung.

Unser Prüfungsvorgehen

Wir haben unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen vorgenommen:

  • Prüfung der kombinierten Abgangsbilanz des Papiergeschäftes und der Immobiliengesellschaften zum Zeitpunkt der Ausgliederung.
  • Beurteilung der Angemessenheit der durch das Management und externe Spezialisten ermittelten Marktwerte der Kapitalherabsetzung und Sachdividende.
  • Überprüfung der mathematischen Richtigkeit der ausgegliederten Netto-Aktiven und des ermittelten Ergebnisses der Ausgliederung.
  • Prüfung der korrekten Offenlegung der Transaktion in der Konzernrechnung.

Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen hinsichtlich der buchhalterischen Behandlung und Offenlegung der Ausgliederung.

Sonstige Informationen

Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung, die Konzernrechnung, den Vergütungsbericht und unsere dazugehörigen Berichte.

Unser Prüfungsurteil zur Konzernrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.

Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Konzernrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrats für die Konzernrechnung

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Konzernrechnung, die in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, und für die internen Kontrollen, die der Verwaltungsrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Konzernrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung der Konzernrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Verwaltungsrat beabsichtigt, entweder den Konzern zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu.

Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Konzernrechnung

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Konzernrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Konzernrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Konzernrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: http://expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.

Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Norbert Kühnis

Zugelassener
Revisionsexperte
Leitender Revisor

Josef Stadelmann

Zugelassener
Revisionsexperte

Zürich, 18. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers AG, Birchstrasse 160, Postfach, 8050 Zürich, Telefon: +41 58 792 44 00, www.pwc.ch